Geförderte Dritte Orte in der EKBO

Die Dritten Orte stellen sich vor. Die Förderung in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz gibt es seit 2020.

Anträge für eure eigenen Projekte und Ideen könnt ihr jeweils zum 1. April und 1. September einreichen. Also ran an den Antrag, schickt uns eure Idee! Wenn ihr mehr erfahren wollt, dann schaut gerne unter Förderverfahren und Dritte Orte.

Re.Mix

Das Projekt wird von einem popularmusikalischen Schwerpunkt getragen. Es werden dauerhafte und projektbezogene Ensembles aufgebaut, die selbst spirituelle Orte sind und punktuelle oder regelmäßige Angebote für andere bereithalten. Das Projekt bietet Experimentierräume für sozio-spirituelle Begegnungen und Erfahrungen für Menschen im Alter von 21 bis 45 Jahren.

Re.Mix baut auf die erfolgreiche 15-jährige Kooperation der Jugendarbeit des Ev. Kirchenkreises Oderland-Spree mit der Mamlaka Hill Chapel in Nairobi, Kenia (mamlakahillchapel.org) auf und entwickelt sie weiter.
Projektkontakt: Thomas Schüßler, Evangelischer Kirchenkreis Oderland-Spree.

Spirit & Soul – Digitale Community

Bislang gibt es kaum digitale kirchliche Angebote, die spirituell suchende Menschen in ihrer geistlichen Entwicklung begleiten, fördern und Gemeinschaft bilden. Das wollen wir ändern. Viele Menschen fühlen sich einsam und ihnen fehlen geschützte Orte, an denen sie sich mit anderen über existenzielle Themen austauschen und vernetzten können. Darüber hinaus Anregungen erhalten und geistliche Erfahrungen machen – das ganze digital, niederschwellig und bequem von zu Hause aus.

Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen und der positiven Resonanz wollen wir Spirit & Soul als digitale Community weiterentwickeln. Mehr über das Projekt und aktuelle Entwicklungen findet ihr unter www.spiritandsoul.org.

Bibellabor

Wie in einem Labor erforscht das Projekt, was das Mixen von Bibel und Minecraft ergibt. Auf einem eigenen Server ist das Experiment online für alle in Minecraft zugänglich. Für Schulklassen oder Konfigruppen vor Ort werden kreatives Bauen und Minecraft-Videodreh zu biblischen Texten angeboten. Online hat sich eine Community gebildet, die zum Beispiel Gottesdienst-Events vorbereitet und durchführt. Inzwischen gab es schon die ersten beiden Reallife-Treffen der Community. Spieler:innen von Wien bis Rügen, von Köln bis Görlitz sind dafür nach Berlin angereist.

Das Bibellabor in Minecraft ist ein Angebot der Berliner Bibelgesellschaft, der von Cansteinschen Bibelanstalt in Berlin.

Projekt Talenteturm

Der gerade entstehende Verein „Näher am Himmel e. V.“ plant in Wolfswinkel in Storkow den ersten „Talenteturm“. Der Turm soll von Gruppen jeglicher Art genutzt werden können. Er versteht sich sowohl als Grünes Klassenzimmer als auch als Ausflugsziel. Naturschutz und Erlebnispädagogik stehen dabei im Vordergrund.  Jugendliche und junge Erwachsene werden in den Bereichen Kommunikation, Team, Vertrauen, Konstruktion, Nachhaltigkeit und Kreativität begleitet, um gemeinsam etwas zu erschaffen.

Das Prinzip Begegnungsstätte fördert den Dialog zwischen Gesellschaftsschichten und ermöglicht jedem Besucher die Nutzung der naturnahen, offen gestalteten, Räumen. Auf drei Ebenen laden die Räume ein, sich im Bereich Handwerk, Gastronomie, Garten- und Landschaftsbau auszuprobieren und weiterzubilden. Zudem lässt der umliegende Zeltplatz und der Caravan-Stellplatz einen mehrtägigen Aufenthalt rund um den „Talenteturm“ für Familien oder Jugendgruppen zu. 
Projektkontakt: Ruben Loewe, CVJM Storkowersee

LUX

Lux ist eine Initiative der Jungen Kirche Berlin-Lichtenberg. Als Christinnen und Christen wollen die Initiatoren, gemeinsam mit den Anwohnern und Interessierten, die Alt-Lichtenberger Region um den Freiaplatz gestalten. Sie wollen einen Ort kreieren an dem Raum für Begegnungen ist – offen für alle, egal, ob jung oder alt, arm oder reich, groß oder klein, alteingesessen oder neu zugezogen.

Um herauszufinden, wie dieser Ort mal aussehen wird, sind Lichtenberger eingeladen, sich an der Ideenfindung zu beteiligen. Den Sommer über hat sich das Team jeden Samstag von 14 bis 17 Uhr auf dem Freiaplatz getroffen. Im Wohnzimmer-Setting, mit Getränken und Kuchen, gab es Raum für Gespräche. Im Herbst und Winter wird sich das Team an Aktionen in Alt-Lichtenberg beteiligen und mit ihrem „Wohnzimmer“ andere Orte im Kiez aufsuchen.

Eines zeichnet sich jetzt schon ab: Die Menschen rund um den Freiaplatz haben viele kreative Ideen! Aber, ob Café, Kneipe, Buchhandlung oder Bioladen – im Vordergrund sollen hier das Miteinander und Gottes Vision für den Kiez stehen.
Projektkontakt: Ben Sieber, Junge Kirche Lichtenberg

Pilgerzentrum St. Jacobi Berlin

Das im italienischen Stil erbaute Ensemble „St. Jacobi-Kirche“ entwickelt sich für die Gemeinde der Pilgernden in Stadt und Land zu einem Ort der Begegnung und des Austausches. In Kooperation mit den Jakobusgesellschaften Berlin-Brandenburg-Oderregion findet allmonatlich ein Pilgers-Stammtisch statt. Hier gibt es für neugierige und erfahrende Pilger:innen erlebnisreiche Vorträge.

Das Pilgern in der Stadt auf „thematischen“ Pilgerwegen bildet aktuell den Schwerpunkt in der Startphase. Überdies unterstützt und begleitet das Zentrum Pilgerakteure mit Werkstatt-Seminaren, Gastfreundschaft und Kirchräume mit allen Sinnen erkunden auf Pilgerwegen. Mit dem Pilgerzentrum im Norden, St. Jakobi Hamburg, wird derzeit ein liturgisches-thematisches Konzept für eine Pilger-Vesper in Berlin zur Pilgersaison 2022 entwickelt.

Klosterpforte AnsprechBar

Seelsorge-Kiosk und Info-Center direkt an der Schönhauser Allee 161: Das ist die Klosterpforte AnsprechBar im Bauwagen unter dem Torbogen zum Stadtkloster Segen. Einladend und verlässlich besetzt. Für Informationen und Gespräche aller Art und, wenn gewünscht, auch für „Segen to go“.

Derzeit leben und arbeiten im Konvent des Stadtklosters acht Erwachsene. Die Räume sind offen für Menschen und Begegnungen – untereinander, mit sich selbst und mit Gottes Gegenwart. Im Gästehaus, bei den Gebeten, in der Offenen Kirche oder der sonntäglichen AbendbeSINNung, bei Meditation und Veranstaltungen im Horizont christlicher Spiritualität.

Alle sind willkommen, egal, was ihnen heilig ist. Das soll erfahrbar werden – schon am Tor.

feministisch fromm FREISCHNAUZE

„Kirche ist langweilig und verstaubt? Altbacken und männlich? Nicht lustig und unpolitisch? Hier nicht!“ So beginnt der Trailer von ‚feministisch fromm FREISCHNAUZE‚, einem Talkformat auf YouTube. Das Projekt wurde von drei jungen Frauen in der EKBO gestartet, Vikarin Lena Müller, Vikarin Maike Schöfer und Lea Garbers, Leiterin vom UNBOX-Projekt im KKBS. 

Auf der pinken Kirchenbank nehmen ganz unterschiedliche Menschen Platz und sprechen frei Schnauze über ihren Lebensweg, ihre Leidenschaften, ihren Glauben. So schaffen die drei Gastgeberinnen einen Ort, der Kirche und die Menschen in ihrer Vielfalt, Offenheit und Schönheit zeigt. Die Arbeit am Projekt begann während der Pandemie 2020 und endete im Jahr 2022.

EKidZ-MiteinanderRaum

Der EKIDZ-MiteinanderRaum ist ein Ort der Begegnung und des Engagements mitten in Pritzwalk und Umgebung, für Eltern, Kinder, Jugendliche und Großeltern. Es ist ein niederschwelliger Anlaufpunkt, an dem Menschen Unterstützung zur Bewältigung familiärer, schulischer und sozialer Probleme erhalten, unter Förderung ihrer individuellen Begabungen. So entstehen neue Perspektiven für ein Miteinander und Füreinander in der Stadt und den Dörfern im Umland.

Das EKidZ ist als Projekt des Kirchenkreises entstanden und hat seit 2015 sehr an Ausstrahlung in Stadt und Umland gewonnen. Es ist vielen Menschen wertvoll geworden, von denen sich einige in unserem Verein zusammengefunden haben, um diesen Dritten Ort in die Zukunft zu tragen.

OMG

OMG ist das Projekt für digitale und experimentelle Jugendarbeit im Kirchenkreis Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Abkürzung steht für den Ausruf „Oh my God“. Ziel des Projektes ist, zu ergründen, welche digitalen Räume sich auch als kirchliche Räume eignen. Im Dezember 2017 feierte OMG den ersten Instagram-Gottesdienst in Deutschland.

Die erste Late-Night-Show hatte im Mai 2017 Premiere auf dem DEKT in Berlin. Im Januar 2019 lief die OMG-Late-Night-Show im Café Theater Schalotte. Seit Juni 2020 produziert das Team von OMG_Berlin „Pop n Go“: Eine kurze Andacht zur Tageslosung, kombiniert mit einem Popsong. Mehr über OMG auf Instagram!

Startbahn

Hier wird ein analoger wie digitaler, energetischer, kreativer, konnektiver und spiritueller Ort gedacht, von dem sich junge urbane Menschen angezogen fühlen. Er ist ein Experimentierfeld für Ideen, Projekte, Formate, die übertragbar sind und ausstrahlen – ein urbaner Anknüpfungspunkt für christliche Traditionen, biblische Narrative und Segenskräfte.

Digitales und Analoges wird miteinander verbunden. Neue Kommunikationsräume entstehen, die gängige Erwartungen an Kirche durchbrechen. Im Miteinander mit lokalen Akteur*innen werden Anliegen der Nachbarschaft aufgenommen. Ein Segensbüro vermittelt individuell Möglichkeiten christlicher Begleitung und Lebensfeiern und wird zugleich zum Netzwerk für alle, die an kasual-praktischer Innovation interessiert sind.

Jugendkirche Zossen-Fläming

Ein Ort von Jugendlichen für Jugendliche, identitätsstiftend, ein zweites Wohnzimmer. Ein Begegnungsort für inklusives und barrierefreies Miteinander, an dem gefördert und gefordert wird und der für Experimente perfekt ausgestattet ist. Das ist die Vision hinter The Crib, die wir Schritt für Schritt, im ständigen Work in Progress, zeitgemäß und auf die stetig verändernde Jugendkultur eingehend, zu verwirklichen versuchen.

2021 wurde ein Gebäude in Zossen angemietet, verkehrsgünstig in der Nähe des Bahnhofs gelegen. 

REFO Moabit

„Neues geistliches Leben in alten Gemäuern“ – 2009 hat sich eine Gruppe von jungen Christ:innen auf die Suche nach einem Ort gemacht, wo sie Kirche abseits klassischer Strukturen neu denken, Leben und Arbeiten miteinander verknüpfen und gemeinschaftlich Verantwortung tragen können. Mit dem REFO Campus und REFO Kirche in Berlin Moabit wurde 2011 dieser Ort gefunden: Mittlerweile hat sich dort mitten im Kiez eine lebendige Community entwickelt. REFO Moabit ist ein Modellprojekt, das als bereits seit 10 Jahren existierender Dritter Ort in der EKBO, neue Formen evangelischer Spiritualität entwickelt und erprobt und deutschlandweit als Mentor, Coach und Multiplikator in Sachen kirchlicher Innovation unterwegs ist.

FUCK-Up-Night

Die Fuck-Up-Night in der Startup-Szene: Im Coworking-Space „Startup Incubator“ in der Siemensstadt werden regelmäßige Wettbewerbe um die schönste Scheitergeschichte stattfinden. Analog zu einem Poetry-Slam gilt es, diese unterhaltsam zu präsentieren und gleichzeitig die reinigende Funktion der öffentlichen Erzählung zu erleben. Weil Gott selbst gescheitert ist, wird Scheitern als Teil des christlichen Glaubens erfahrbar.

Die Veranstaltungsreihe der Arbeitsstelle Theologie der Stadt wird in Kooperation mit der Kirchengemeinde Siemensstadt, dem Kirchenkreis Spandau und der Siemens AG als Trägerin des Startup Incubators durchgeführt.
Projektkontakt: Alexander Höner und Bertram Schirr, Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg

Geistliches Zentrum Demenz

Das Geistliche Zentrum Demenz (GZD) hat sich die Aufgabe gesetzt, als wanderndes Gottesvolk Menschen mit Demenz, deren Angehörige und Pflegekräfte zu Hause und in Einrichtungen zu erreichen. Dazu arbeitet das GZD mit einem Dreiklang aus Straßen-, Terrassen-, Innen- und Hinterhof-Gottesdiensten, Hausbesuchen mit mobiler Drehorgel und persönlichem Segen sowie erweitertem Gottesdienst-Streaming, bei dem angemeldete Teilnehmer:innen im Vorfeld mit einem Paket zum Mitfeiern versorgt werden.

Ziel aller Aktionen ist es, Menschen mit Demenz zu erreichen und über tief liegende Erinnerungen emotional anzusprechen. Gleichzeitig erleben dabei auch Pflegekräfte und Angehörige die Kirche als kümmernde Institution und erfahren Entlastung.

pio_near

Das Projekt pio_near bespielt seit 2020 Berliner Kirchen mit Kunst. Gemeinsam mit jungen postmodernen Berliner:innen und Künstler:innen zwischen 25 und 45 Jahren werden neue Formate entwickelt. Mit performativen Formaten lädt pio_near in kirchliche Räume ein, ermöglicht kollektive Erfahrungen und schafft und so Räume für Transzendenzoffenheit.

pio_near wird von Rike Flämig und Julia Bihl in Kooperation mit dem Ev. Kirchenkreis Berlin-Stadtmitte und dem Ev. Kirchenkreis Neukölln umgesetzt. Dabei arbeitet pio_near eng mit den Projektorten REFO Moabit, Startbahn, Kirchen in und über Berlin hinaus (St. Matthäus, St. Thomas, Kloster Lehnin u.a.) und „Spirit & Soul“ zusammen.

Bleibe – Brot & Liebe

Unter dem Titel „Bleibe“ wurde ein Konzept für eine digitale Kirchengemeinde mit hybrider Vor-Ort-Anbindung erarbeitet. Es ging um eine hybride und fluide Gemeinde, eine digitale Gemeindeform jenseits der parochialen Struktur zu schaffen. Gestartet ist das Projekt mit einem hybriden Adventskalender auf Instagram. Im Prozess haben sich mehr und mehr Akteur:innen eingeklinkt. Daraus ist eine Kooperation mit Unbox, Spirit&Soul, Brot&Liebe und der Wohnzimmerkirche (Hamburg) entstanden. Seitdem wird unter dem Namen Brot&Liebe Gottesdienst in Zoom gefeiert.

Die meisten Menschen erreichen das Projekt über seinen Instagram Account @brot.und.liebe. Dort haben sich bisher über 1700 Follower:innen gewinnen lassen – eine digitale Gemeinde.

Jugendhaus Wartburg

Das Jugendhaus Wartburg in Görlitz ist ein Ort lebendiger christlicher Jugend- und Familienarbeit, unter dessen Dach sich eine Kindertagesstätte, die Ev. Stadtjugendarbeit Görlitz esta e.V., Gruppen-, Club- und Veranstaltungs-räume, Übernachtungsmöglichkeiten in einer Pension sowie eine Wohngemeinschaft für Freiwillige befinden.

Wie die Eisenacher Namensvetterin als Ort der Gastfreundschaft und Kreativität, so will das Jugendhaus ein offener Ort sein, an dem Gottes Einladung ausgesprochen und durch gelebte Gastfreundschaft erfahren wird. Kinder und Jugendliche, aber auch Menschen der mittleren Generation finden auf ihrem Lebensweg Möglichkeiten zur Begegnung, zu Rast und Feier, aber auch zu innovativen und experimentellen Aufbrüchen.

 


Ansprechpersonen

Arlett Rumpff, Referentin für Innovation, Kommunikation und Projektmanagement in der EKBO
+49 30 3191 421|+49 151 2750 0607|a.rumpff@akd-ekbo.de

Verena Kühne, Referentin für Innovation, Kommunikation und Projektmanagement in der EKBO
+49 30 3191 421|+49 151 4383 8719|v.kuehne@akd-ekbo.de