Dritte Orte – Der Ausschuss

Im Ausschuss sitzen Menschen aus der Kirche und von außerhalb. Die kircheninternen Mitglieder bringen durch ihre berufliche Erfahrung Unternehmergeist mit, die externen einen unabhängigen Blick von außen. Gemeinsam entscheidet der Ausschuss anhand der Kriterien für Dritte Orte über die Förderanträge.

Wichtiger als der Organisationsgrad eines Vorhabens ist für den Ausschuss, wie innovativ die Idee ist – und wie der zukünftige Dritte Ort kirchlich, gemeindlich, diakonisch, sozial-missionarisch oder gemeinwesenorientiert neue Wege geht.

Die Beschlüsse des Ausschusses gehen zur Kenntnis an den Ständigen Haushaltsausschuss der Landessynode. Bei Förderungen über 25.000 Euro im Jahr oder 100.000 Euro insgesamt braucht es dessen Zustimmung. Wird ein Antrag abgelehnt, könnt ihr euch mit eurem Dritten Ort erneut bewerben.

Die Ausschussmitglieder

„Ich engagiere mich in diesem Ausschuss, da Innovation in den Kirchen einen wichtigen Beitrag zu einer funktionierenden Demokratie leistet.“

Katrin Androschin, Professorin für Strategic Design, SRH Berlin University of Applied Sciences

„An den dritten Orten wird Kirche sichtbar, wie sie vielleicht einmal sein wird.“

Kristina Augst, Direktorin im Amt für kirchliche Dienste

„Dritte Orte sind frei(er) gestaltbare Erprobungsräume, frei von zuweilen einengenden kirchlichen Strukturen, die lohnende Schritte verhindern oder den Blick verstellen können. Sich davon inspirieren zu lassen und neue Impulse in die gleich(ge)wichtigen 1. und 2. Orte mitzunehmen – als ob es die verfasste Kirche nicht gäbe, ist eine Erfahrung, die jeden Aufwand lohnt.“

Kristóf Bálint, Generalsuperintendent des Sprengel Potsdam


Ricarda Budke, Studentin, ehemaliges Mitglied des Landtages Brandenburg, Bündnis 90/ Die Grünen

Michaela Fröhling, Superintendentin Kirchenkreis Uckermark

„Dritte Orte denken neu über Gemeinde, Kirche und Religiosität nach und darüber, wie wir uns als Menschen im Namen Gottes verorten und verbinden können. Das ist gerade jetzt wichtig, wo Orientierungspunkte, aber auch Solidarität und bedingungslose Nächstenliebe nötiger denn je sind.“

Sofie Geisel, Geschäftsführerin DIHK Service GmbH

„Für mich ist es spannend mitzudenken, welche Antworten wir als ev. Christen in der EKBO auf die gravierenden Veränderungen in der Gesellschaft, der Natur und auch in unserer Kirche versuchen zu finden im Miteinander und Füreinander.“

Christian Kirsch, Präses des Ev. Kirchenkreis Prignitz

„Jede/r kann dazu beitragen die Welt etwas besser zu machen. Manchmal braucht es nur einen kleinen Anstoß, um Großes zu bewirken.“

Norbert Kunz, Geschäftsführer der Social Impact gGmbH

„Die Idee von den „Dritten Orten“ hat mich von Anfang an begeistert. Wir brauchen in unseren Kirchenkreisen Orte für Experimente. An diesen blühen geistlich Entrepreneure auf, die den Sozialraum, die Zivilgesellschaft und die Kirche im Zusammenspiel mit anderen Religionen bereichern.“

Michael Raddatz, Superintendent Ev. Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg

„Weltweit folgen wir Gottes Mission und sehen: Der Glaube wächst, wo er kulturelle und milieubedingte Grenzen überschreitet. Genau das versuchen wir bei den Dritten Orten – die kulturellen Grenzen kirchlicher Gestalt zu überschreiten. Diese Mission verändert uns.“

Ulrich Schöntube, Direktor im Berliner Missionswerk