Prävention zum Schutz vor sexualisierter Gewalt

In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) messen wir der Prävention zum Schutz vor sexualisierter Gewalt einen hohen Stellenwert bei: Wir wissen, dass ein bestmöglicher Schutz und eine bestmögliche Hilfestellung nur dann wirksam werden, wenn wir alle für dieses Thema sensibilisiert sind.

Angesichts von Fällen sexualisierter Gewalt in der Gesellschaft und auch in der Evangelischen Kirche verpflichtet der kirchliche Auftrag alle in der Kirche Mitwirkenden zu einer Haltung der Achtsamkeit und der Wahrung persönlicher Grenzen. Aktuell hat die Landessynode in ihrer Herbsttagung 2020 ein „Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ beschlossen. Ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeiter*innen sollen regelmäßig Fortbildungen angeboten werden. Für alle Bereiche werden Schutzkonzepte erarbeitet, die konkrete Auskunft geben, bspw. an wen sich Mitarbeiter*innen wenden müssen, wenn ein Verdacht auf sexualisierte Gewalt an sie herangetragen wird. In der EKBO soll kein*e Mitarbeiter*in allein gelassen werden und niemand soll die Entscheidung allein tragen, ob eine von ihnen selbst erlebte oder eine ihnen zugetragene Situation weiter in den Blick genommen wird.

Wir haben in der EKBO seit 2011 stetig an der Entwicklung von Fortbildungsformaten und Informationen gearbeitet. Dazu gehört, dass die Erfahrungen und Rückmeldungen aus der laufenden Fortbildungs- und Beratungsarbeit in der Praxis ausgetauscht werden. Daraus sind bereits einige passgenaue Fortbildungsformate und Broschüren für die EKBO entstanden. Hier gilt den Kolleg*innen des „Netzwerkes Prävention zum Schutz vor sexualisierter Gewalt in der EKBO“ ein großer Dank. Die bisher entstandenen Arbeitshilfen befinden sich im Bereich „Download“. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie Ideen und Themen für die Weiterentwicklung von Materialien haben. Netzwerkarbeit und das Teilen von Wissen und Arbeitsmaterialien sowie von guten und wie auch schlechten Erfahrungen befördern die Präventionsarbeit auf allen Ebenen unserer Landeskirche sehr.

Hinschauen – helfen – handeln ist eine Fortbildungsinitiative der evangelischen Landeskirchen und der Diakonie gegen sexualisierte Gewalt. Die Begriffe stehen für eine Haltung, die wir als Menschen in der Kirche und Vertreter*innen unserer Institution einnehmen können. Präventionsmaßnahmen haben diese Haltung, eine Kultur der Achtsamkeit, zum Ziel. Wir werden sensibel für die Bedürfnisse und auch die Grenzen anderer Menschen. Dabei sind wir uns auch unserer eigenen Grenzen bewusst. Wir hören einander zu und geben Raum, über Grenzüberschreitungen und sexualisierte Gewalt sprechen zu können. Wir stärken Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch unsere tägliche Arbeit in den Gruppen, Kirchengemeinden und Einrichtungen der EKBO. So kann Unsagbares sagbar werden.

In der EKBO sind bereits Multiplikator*innen ausgebildet, die berechtigt sind, nach „hinschauen – helfen – handeln“ zu schulen. Wenn Sie selbst Interesse haben, als Multiplikator*in tätig zu werden, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme. Eine Übersicht zu den Schulungsinhalten ist hier hinterlegt.

Vielen Dank für Interesse an der Präventionsarbeit. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.

Ansprechperson

Silke Hansen, Studienleiterin für Jugendarbeit
+49 30 3191 132|+49 151 2102 7916|s.hansen@akd-ekbo.de