Schutzkonzepte

Sie möchten ein Schutzkonzept für Ihren Kirchenkreis/Ihre Einrichtung entwickeln und wünschen sich Unterstützung?

Wenn Sie eine aktive, fachlich fundierte und zielgerichtete Unterstützung bei der Entwicklung des Schutzkonzeptes für Ihren Kirchenkreis/Ihre Einrichtung wünschen, dann bieten wir Ihnen und einem kleinen Team um Sie herum, die Teilnahme an einer umfangreichen Prozessbegleitung an. Interessenbekundungen zur Teilnahme sind jederzeit öglich. Beachten Sie dazu bitte die unten beschriebenen Gelingskriterien und die erforderliche Teamzusammensetzung.

Was ist das Angebot?

Im Regelfall führen wir Coachings für vier Teams aus Kirchenkreisen oder Einrichtungen gleichzeitig über sechs Tagesveranstaltungen zu allen wichtigen Bausteinen des durch das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt geforderten Schutzkonzeptes durch. Die Konstellation „vier Kirchenkreise/Einrichtungen – vier Teams“ ermöglicht die inhaltliche Stärkung sowohl einrichtungsbezogen als auch bezüglich der jeweiligen Funktionen der Teilnehmer:innen. Dieses Konzept wird online jeweils von 10 bis 16 Uhr durchgeführt. Fragen Sie gerne nach, wenn Sie eine an Ihre Situation angepasste Konzeption wünschen.

1 | Grundinformationen Schutzkonzept und Prozessplanung 

Kultur der Achtsamkeit, Information zu den bisherigen Entwicklungen in EKD und EKBO, Ziele und Bausteine eines Schutzkonzeptes in der EKBO, Projektplanung und Beratung zur Kommunikation des Prozesses der Entwicklung des Schutzkonzeptes in Ihrem Kirchenkreis/Ihrer Einrichtung.

2 | Potential- und Risikoanalyse für den Kirchenkreis/die Gemeinde/die Einrichtung

Eine fundierte Risikoanalyse ist die Grundlage für ein passgenaues, akzeptiertes Schutzkonzept für Ihren Kirchenkreis/Ihre Einrichtung. Sie erhalten Informationen zu den Fragestellungen der Risikoanalyse und beginnen mit einem Analyseinstrument die Risikoanalyse für die Ebene des Kirchenkreises/der Einrichtung. Zudem entwickeln Sie ein Format, mit dem Sie verantwortliche Pfarrer:innen/Personen befähigen wollen, für ihre Gemeinde/Einrichtung eine partizipativ angelegte Risikoanalyse zu erklären, zu planen und durchzuführen.

3 | Interventionspläne erstellen

Für den Fall der Fälle braucht es passgenaue Handlungspläne, die Auskunft darüber geben, welche Rolle wer in welcher Situation innehat und welche verpflichtenden Schritte gegangen werden müssen, um verantwortlich und fachlich gestärkt unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessengruppen zu handeln. Welche diese sind, lernen Sie an diesem Projekttag kennen. Zudem klären Sie mit unserer Unterstützung, wie Sie Ihr Krisenteam im Kirchenkreis/in der Einrichtung zusammenstellen können, welche unterstützenden Institutionen bzw. Personen Sie noch gewinnen müssen und welche bereits in der EKBO bestehen.

4 | Schulungspläne erstellen und (kreiskirchliche) Ansprechperson

Sensibilisierung und Qualifizierung durch Schulungen für alle ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeiter:innen in allen Engagement –und Verantwortungsfeldern Ihres Kirchenkreises/Ihrer Einrichtung und den Gemeinden führen dazu, dass sich eine Kultur der Achtsamkeit entfalten wird. Jede und jeder ist gefragt. Jeder und jede soll in die Lage versetzt werden, handlungsfähig zu sein, wenn er oder sie als Zuhörer:in oder Unterstützer:in angefragt wird. An diesem Projekttag stellen Sie die Schulungsbedarfe für die verschiedenen Zielgruppen in Ihrem Kirchenkreis/Ihrer Einrichtung zusammen und entwickeln Ideen für die Umsetzung. Zentraler Punkt ist hier die Klärung der Rolle und Aufgaben der (kreiskirchlichen) Ansprechperson Prävention, die das Kirchengesetz vorsieht. Auch hierzu erhalten Sie verschiedene Anregungen, die Ihre Entscheidungsfindung erleichtern soll.

5 | Personalverantwortung wahrnehmen und Meldepflicht umsetzen 

Leitungsverantwortliche unserer Kirche fördern durch ihre Haltung zur Kultur der Achtsamkeit und die Wahrnehmung ihrer Personalverantwortung die Prävention sexualisierter Gewalt. Elemente sind die Gestaltung der Personalgewinnung (ehrenamtlich und beruflich), die Mitarbeitendenbegleitung und die Verbindlichkeit der Beachtung des Verhaltenskodexes der EKBO, der Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse und der Teilnahme an Schulungen und anderen Austauschformaten. Wir gehen auf die verschiedenen Tätigkeitsgruppen (ehrenamtlich und ehrenamtlich leitend, beruflich, angestellt, im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis) ein und stellen Ihnen die jeweiligen Verfahrensvorgaben und -vorschläge der EKBO vor. Ebenso gehen wir bei der im Kirchengesetz beschriebenen Meldepflicht vor. Ziel ist es, dass Sie im Verlauf dieses Tages Konkretisierungen für Ihren Kirchenkreis/Ihre Einrichtung diskutieren und dokumentieren.

6 | Schutzkonzept implementieren und Auswertung des gemeinsamen Weges 

Nach Klärung der wichtigsten Bausteine Ihres Schutzkonzeptes unterstützen wir Sie in diesem Modul bei der Implementierung des Schutzkonzeptes in Ihrem Kirchenkreis/Ihrer Einrichtung. Themen werden unter anderen sein: Bestandsaufnahme zu getätigten und noch zu tätigen Schritten (inkl. Beschlüsse), konkrete Planung und Vorbereitung bspw. der weiteren Kommunikationsschritte und Öffentlichkeitsarbeit. An diesem letzten Tag werden wir zudem die gemeinsame Arbeit auswerten und würdigen.

Prozessbegleitend

Wir stellen Ihnen Ansatzpunkte für Ihre Praxis vor Ort, Methoden und Beispielmaterialien zur Verfügung.

Zwischen den sechs Veranstaltungstagen erhalten die Person/en, die im Kirchenkreis/in der Einrichtung für den Entwicklungsprozess und für die jeweiligen Entwicklungsschritte die Verantwortung tragen, bis zu fünf kostenlose Coachingtermine.

Zudem bieten wir jedem Team an, das im Entwurf fertige „Konzept zum Schutz vor sexualisierter Gewalt“ kritisch gegenzulesen und in einem ausführlichen Gespräch Rückmeldungen zu geben.  

Wer ist die Referentin?

Silke Hansen ist im Amt für kirchliche Dienste Studienleiterin mit dem Schwerpunkt Prävention sexualisierter Gewalt in der EKBO und während dieses Kirchenkreis-Coachings und auch im Nachgang Ihre Ansprechperson zur Unterstützung der Präventionsarbeit. Sie berät die kreiskirchlichen Ansprechpersonen in der Präventionsarbeit und die Leitungsverantwortlichen der Kirchenkreise und der Landeskirche. Als Diplom-Sozialpädagogin arbeitete sie in verschiedenen Praxisfeldern, u. a. im Jugendamt und in der gemeindlichen und kreiskirchlichen Jugendarbeit. Sie bietet als ausgebildete Multiplikatorin „hinschauen – helfen – handeln“ selbst Schulungen an. Als Organisationsentwicklerin ist es ihr ein Anliegen, Sie in Ihrer Leitungstätigkeit zu unterstützen.

Was sind die Gelingenskriterien und die Anforderungen an den teilnehmenden Kirchenkreis?

  1. Ihr Kirchenkreis/Ihre Einrichtung nimmt mit einem Team teil.

Mindestens sind die folgenden Personen notwendig:

  • die/der verantwortliche Superintendent:in
  • die kreiskirchliche Ansprechperson/Fachperson für die Präventionsarbeit zum Schutz vor sexualisierter Gewalt
  • eine Vertretung der Arbeit mit Kinder oder Jugendarbeit

Sie können gerne zusätzliche Personen teilnehmen lassen:

  • den/die Öffentlichkeitsbeauftragte:n
  • die insoweit erfahrene Fachkraft des Kirchenkreises/aus den Kitas
  • die kreiskirchlich verantwortliche Person aus der Kirchenmusik und/oder einem anderen relevanten Arbeitsfeld Ihres Kirchenkreises
  1. Alle Mitglieder dieses Kernteams verpflichten sich, an allen Projekttagen vollständig teilzunehmen und werden zu Multiplikator:innen im Kirchenkreis. Sie sprechen miteinander ab, wer welche Aufgaben zwischen den Projekttagen übernimmt.
  2. Sie nutzen die Referentinnen als Unterstützerinnen während und bei Bedarf zwischen den Projekttagen.

Was kostet die Teilnahme ?

Das Angebot kostet pauschal pro Kirchenkreis 300 Euro, wenn Sie alle beschriebenen Kriterien im Verlauf mittragen. Ansonsten beträgt der Eigenanteil pro Veranstaltungstag 150 Euro und pro Beratungsstunde 50 Euro.

Sie möchten dieses Angebot für Ihren Kirchenkreis/Ihre Einrichtung nutzen?

Rufen Sie mich gerne persönlich an, wenn Sie Interesse oder Rückfragen haben. 

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und grüße Sie herzlich.

Silke Hansen


Ansprechperson

Silke Hansen, Studienleitung Prävention sexualisierter Gewalt in der EKBO und für Jugendarbeit
+49 30 3191 132|+49 151 2102 7916|s.hansen@akd-ekbo.de