Schutzkonzepte

Sie möchten ein Schutzkonzept für Ihren Kirchenkreis entwickeln und wünschen sich Unterstützung?

Wenn Sie eine aktive, fachlich fundierte und zielgerichtete Unterstützung bei der Entwicklung des Schutzkonzeptes für Ihren Kirchenkreis wünschen, dann bieten wir Ihnen und einem kleinen Team um Sie herum, die Teilnahme an einer umfangreichen Prozessbegleitung an. Mitte Februar 2022 könnten die Eckpunkte des Schutzkonzeptes Ihres Kirchenkreises geklärt sein.

Was ist das Angebot?

Im Zeitraum von August 2021 bis Februar 2022 werden Ihnen zusammen mit drei weiteren Kirchenkreisen sechs Tagesveranstaltungen zu allen wichtigen Bausteinen des durch das Kirchengesetz zum Schutz vor sexualisierter Gewalt geforderten Schutzkonzeptes angeboten. Die Konstellation „vier Kirchenkreise – vier Teams“ ermöglicht die inhaltliche Stärkung sowohl kirchenkreisübergreifend als auch bezüglich der jeweiligen Funktionen der Teilnehmer:innen. Wir tagen jeweils von 10 bis 17 Uhr online.

1 | Grundinformationen Schutzkonzept und Prozessplanung (17.08.2021 – online)

Kultur der Achtsamkeit, Information zu den bisherigen Entwicklungen in EKD und EKBO, Ziele und Bausteine eines Schutzkonzeptes in der EKBO, Projektplanung und Beratung zur Kommunikation des Prozesses der Entwicklung des Schutzkonzeptes in Ihrem Kirchenkreis.

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 | Risikoanalyse für den Kirchenkreis und für die Gemeinden (17.09.2021)

Eine fundierte Risikoanalyse ist die Grundlage für ein passgenaues, akzeptiertes Schutzkonzept für Ihren Kirchenkreis. Sie erhalten Informationen zu den Fragestellungen der Risikoanalyse und beginnen mit einem Analyseinstrument die Risikoanalyse für die Ebene des Kirchenkreises. Zudem entwickeln Sie ein Format, mit dem Sie verantwortliche Pfarrer:innen/Personen befähigen wollen, für ihre Gemeinde/Einrichtung eine partizipativ angelegte Risikoanalyse zu erklären, zu planen und durchzuführen.

3 | Handlungs- und Krisenpläne erstellen (03.11.2021)

Für den Fall der Fälle braucht es passgenaue Handlungspläne, die Auskunft darüber geben, welche Rolle wer in welcher Situation innehat und welche verpflichtenden Schritte gegangen werden müssen, um verantwortlich und fachlich gestärkt unter Berücksichtigung der verschiedenen Interessengruppen zu handeln. Welche diese sind, lernen Sie an diesem Projekttag kennen. Zudem klären Sie mit unserer Unterstützung, wie Sie Ihr Krisenteam im Kirchenkreis zusammenstellen können, welche unterstützenden Institutionen bzw. Personen Sie noch gewinnen müssen und welche bereits in der EKBO bestehen.

4 | Schulungspläne erstellen und kreiskirchliche Ansprechperson (29.11.2021)

Sensibilisierung und Qualifizierung durch Schulungen für alle ehrenamtlichen und beruflichen Mitarbeiter:innen in allen Engagement –und Verantwortungsfeldern Ihres Kirchenkreises und den Gemeinden und Einrichtungen führen dazu, dass sich eine Kultur der Achtsamkeit in Ihrem Kirchenkreis entfalten wird. Jede und jeder ist gefragt. Jeder und jede soll in die Lage versetzt werden, handlungsfähig zu sein, wenn er oder sie als Zuhörer:in oder Unterstützer:in angefragt wird. An diesem Projekttag stellen Sie die Schulungsbedarfe für die verschiedenen Zielgruppen in Ihrem Kirchenkreis zusammen und entwickeln Ideen für die Umsetzung. Zentraler Punkt ist hier die Klärung der Rolle und Aufgaben der kreiskirchlichen Ansprechperson Prävention, die das Kirchengesetz vorsieht. Auch hierzu erhalten Sie verschiedene Anregungen, die Ihre Entscheidungsfindung erleichtern soll.

5 | Personalverantwortung wahrnehmen: Erweiterte Führungszeugnisse einsehen, Meldepflicht umsetzen (11.01.2022)

Durch die Einsichtnahme in erweiterte Führungszeugnisse kommen Verantwortliche der Pflicht nach, die Tätigkeit von Menschen, die einschlägig verurteilt sind, in unserer Kirche zu unterbinden. Wir gehen auf die verschiedenen Tätigkeitsgruppen (ehrenamtlich und ehrenamtlich leitend, beruflich, angestellt, im öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis) ein und stellen Ihnen die jeweiligen Verfahrensvorgaben und -vorschläge der EKBO vor. Ebenso gehen wir bei der im Kirchengesetz beschriebenen Meldepflicht vor. Sie werden im Verlauf des Tages Konkretisierungen für Ihren Kirchenkreis diskutieren und dokumentieren.

6 | Schutzkonzept implementieren und Auswertung des gemeinsamen Weges (14.02.2022)

Nach Klärung der wichtigsten Bausteine Ihres Schutzkonzeptes unterstützen wir Sie in diesem Modul bei der Implementierung des Schutzkonzeptes in Ihrem Kirchenkreis. Themen werden unter anderen sein: Bestandsaufnahme zu getätigten und noch zu tätigen Schritten (inkl. Beschlüsse), konkrete Planung und Vorbereitung bspw. der weiteren Kommunikationsschritte und Öffentlichkeitsarbeit. An diesem letzten Tag werden wir zudem die gemeinsame Arbeit auswerten und würdigen.

Prozessbegleitend

Wir stellen Ihnen Ansatzpunkte für Ihre Praxis vor Ort, Methoden und Beispielmaterialien zur Verfügung.

Zwischen den sechs Veranstaltungstagen erhalten die Person/en, die im Kirchenkreis für den Entwicklungsprozess und für die jeweiligen Entwicklungsschritte die Verantwortung tragen, bis zu fünf kostenlose Coaching- und/oder Beratungstermine durch Frau Katharina Loerbroks.

Wer sind die Referentinnen?

Katharina Loerbroks ist langjährige Expertin bezüglich der Thematik und als Supervisorin und Beraterin tätig. Sie gehörte u. a. dem Team der Projektorganisation und -begleitung des „Bundesrahmenhandbuch Schutzkonzepte vor sexualisierter Gewalt“ der Diakonie Deutschland an. Zudem entwickelte Sie das Programm „hinschauen – helfen – handeln“ der EKD mit und bildet dazu in verschiedenen Landeskirchen Multiplikator:innen für die Schulungsarbeit aus.

Silke Hansen ist im Amt für kirchliche Dienste Studienleiterin mit dem Schwerpunkt Prävention zum Schutz vor sexualisierter Gewalt der EKBO und während dieses Kirchenkreis-Coachings und auch im Nachgang Ihre Ansprechperson zur Unterstützung der Präventionsarbeit. Sie berät die kreiskirchlichen Ansprechpersonen in der Präventionsarbeit und die Leitungsverantwortlichen der Kirchenkreise und der Landeskirche. Als Diplom-Sozialpädagogin arbeitete Sie in verschiedenen Praxisfeldern, u. a. im Jugendamt und in der gemeindlichen und kreiskirchlichen Jugendarbeit. Als ausgebildete Multiplikatorin „hinschauen – helfen – handeln“ bietet sie selbst Schulungen an. Als Organisationsentwicklerin ist es ihr ein Anliegen, Sie in Ihrer Leitungstätigkeit zu unterstützen.

Was sind die Gelingenskriterien und die Anforderungen an den teilnehmenden Kirchenkreis?

  1. Ihr Kirchenkreis nimmt mit einem Team teil

Mindestens sind die folgenden Personen notwendig:

  • die/der verantwortliche Superintendent:in
  • die kreiskirchliche Ansprechperson/Fachperson für die Präventionsarbeit zum Schutz vor sexualisierter Gewalt
  • eine Vertretung der Arbeit mit Kinder oder Jugendarbeit

Sie können gerne zusätzliche Personen teilnehmen lassen:

  • den/die Öffentlichkeitsbeauftragte:n
  • die insoweit erfahrene Fachkraft des Kirchenkreises/aus den Kitas
  • die kreiskirchlich verantwortliche Person aus der Kirchenmusik und/oder einem anderen relevanten Arbeitsfeld Ihres Kirchenkreises
  1. Alle Mitglieder dieses Kernteams verpflichten sich, an allen Projekttagen vollständig teilzunehmen und werden zu Multiplikator:innen im Kirchenkreis. Sie sprechen miteinander ab, wer welche Aufgaben zwischen den Projekttagen übernimmt.
  2. Sie nutzen die Referentinnen als Unterstützerinnen während und bei Bedarf zwischen den Projekttagen.

Was kostet die Teilnahme an diesem Modellprojekt?

Das Angebot kostet pauschal pro Kirchenkreis 300 Euro, wenn Sie alle beschriebenen Kriterien im Verlauf mittragen. Ansonsten beträgt der Eigenanteil pro Veranstaltungstag 150 Euro und pro Beratungsstunde mit Frau Loerbroks 50 Euro.

Sie möchten dieses Angebot für Ihren Kirchenkreis nutzen?

Rufen Sie mich gerne persönlich an, wenn Sie Interesse oder Rückfragen haben. Per E-Mail benötige ich Ihre formlose Interessenbekundung für die Teilnahme an diesem Kirchenkreis-Coaching unter Angabe der Namen und Funktionen aller Mitglieder Ihres Teams (siehe Punkt 1 der Gelingenskriterien) bis zum 15.05.2021.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und grüße Sie herzlich.

Silke Hansen


Ansprechperson

Silke Hansen, Studienleiterin für Jugendarbeit, Schwerpunkte Jugendpolitik Brandenburg und Prävention zum Schutz vor sexualisierter Gewalt
+49 30 3191 132|+49 151 2102 7916|s.hansen@akd-ekbo.de

Sekretariat

Ricarda Creutz
+49 30 3191 161|+49 151 7448 5196|+49 30 3191 100|r.creutz@akd-ekbo.de