Dritte Orte – Innovationsräume kirchlichen Lebens

Dritte Orte sind Angebote, die die klassische Gemeindearbeit (erste Orte) und die kirchlichen Einrichtungen, Werke und Dienste (zweite Orte) ergänzen.

Dritte Orte passen oft nicht in die gewohnten Formen von Gemeinde, manche stellen sogar bestehende Strukturen infrage. Genau das macht sie aus: Sie sind Experimentierfelder für kirchliches Leben, in denen ausprobiert wird, wie sich der kirchliche Auftrag heute erfüllen lässt. Auch Kritik und Rückschläge gehören dazu – daraus wird gelernt.

EINLADUNG ZUM MITTAGSTISCH

Einmal im Monat laden wir zum Mittagstisch ein – ein lockeres Format zum Austausch und Kennenlernen. Das Format ist offen für alle, die Interesse an Dritten Orten haben, egal ob ihr schon aktiv seid, gerade erst startet oder einfach reinschnuppern wollt.

Nutzt die Zeit gerne auch für Beratung oder um ganz allgemeine Fragen loszuwerden.

  • Wann: Jeden dritten Dienstag im Monat, 12–13 Uhr
  • Format: Digital via Zoom
  • Anmeldung: Über das Formular, ihr erhaltet danach den Link

    Bringt euch gerne etwas zu essen oder trinken mit und kommt vorbei. Wir sind gespannt, wie es euch geht, was euch bewegt, was gerade gut läuft oder wo ihr feststeckt.

    Kommt zahlreich 😊

    Nächste Termine

    20.10.

    17.11.

    Erste, zweite und dritte Orte schätzen sich gegenseitig und ergänzen sich. Im Zusammenspiel entsteht das Potenzial für Austausch, neue Impulse und immer wieder neue Formen des Miteinanders.

    Kriterien für Dritte Orte

    Gefördert werden Vorhaben, Formate und Orte im städtischen und ländlichen Raum, die anhand der folgenden Kriterien agieren:

    1. Offenheit und Kooperation
      Kirchliche und nichtkirchliche Akteur:innen vernetzen sich, arbeiten kooperativ zusammen und entwickeln gemeinsam eine Vision.
    2. Zielgruppenrelevanz
      Das Vorhaben nimmt die Bedürfnisse von Menschen ernst, die sich religiös orientieren möchten oder religiös sind. Es macht Spiritualität erlebbar und spricht neue Zielgruppen an.
    3. Experimentierfreude
      Es gibt Raum, Neues auszuprobieren.
    4. Zukunftsorientierung
      Das Evangelium und religiöse Rituale treffen auf gesellschaftliche Zukunftsfragen und neue Technologien.
    5. Zusammenhalt
      Das Angebot füllt eine Lücke im Sozialraum und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
    6. Übertragbarkeit/Entwicklungspotenzial
      Andere Bereiche von Kirche lassen sich davon inspirieren – die Idee hat Potenzial, übertragen oder skaliert zu werden.
    7. Finanzielle Nachhaltigkeit
      Der Antrag beruht nicht allein auf kirchlicher Finanzierung. Erkennbar ist, wie sich das Vorhaben langfristig tragen kann.

    Historie der Förderung Dritter Orte in der EKBO

    Seit 2020 gibt es ein festes Verfahren, um Dritte Orte zu fördern. Die Mittel dafür kommen aus dem Innovations- und Projektfonds. Mehrere Beschlüsse verschiedener Gremien haben den Weg dahin geebnet – hier der Überblick:


    Ansprechpersonen

    Arlett Rumpff, Studienleitung Innovation
    +49 151 2750 0607|a.rumpff@akd-ekbo.de

    Verena Kühne, Studienleitung Innovation
    +49 151 4383 8719|v.kuehne@akd-ekbo.de