Religionspädagogische Abrufangebote

Hier finden Sie Abrufangebote des Arbeitsbereichs Religionspädagogik, die von den ARUs nach Bedarf gebucht werden können. Die möglichen Arbeitsformen und der zeitliche Umfang der Angebote können in Rücksprache mit den Studienleiterinnen vereinbart werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte frühzeitig!

Hinweis: Die Formate können nach Absprache mit der jeweiligen Studienleiterin auch online via Zoom stattfinden.


Wie gehe ich mit den „modernen“ Kindern und Jugendlichen in der Schule um?

Ansprechperson:
Angela Berger

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 3 Stunden

Häufig sind Bindungs- und Beziehungsprobleme in der Genese der Schülerinnen und Schüler Grund für vielfältige Verhaltensoriginalitäten in der Schule: motorische und sprachliche Auffälligkeiten, mangelndes Interesse am Lernen, geringe Anstrengungsbereitschaft und fehlender Respekt Erwachsenen gegenüber. Dazu kommen können ausgeprägte Rücksichtslosigkeit, Leistungsverweigerung sowie mangelnde Empathiefähigkeit und fehlendes Unrechtsbewusstsein. Häufig finden sich Lehrkräfte in Situationen vor, wo sie nicht dazu kommen, ihren Stoff zu vermitteln, weil die Schüler_innen nicht in der Lage sind ihn adäquat aufzunehmen. In dieser Situation gibt es keine leicht umzusetzenden Rezepte, wohl aber Einsichten und Maßnahmen, um als Lehrkraft die Steuerung des Geschehens (wieder) zu übernehmen und die Kinder und Jugendlichen „nachreifen“ zu lassen. Um ein grundlegendes Verständnis der „modernen“ Kinder zu erlangen, sind mindestens drei Stunden nötig, nachhaltiger ist ein Studientag.

Theologisieren mit religionsfernen Schüler*innen
am Beispiel des Kinderbuches „Ein Notfall namens Jesus“

Ansprechperson:
Dr. Susanne Schroeder

Zielgruppe:
RU Grundschule

Dauer:
1,5 Stunden oder mit einem christologischen Vorlauf versehen 3 Stunden

In dem Bilderbuch geht es um Polly, die als völlig unreligiös sozialisiertes Mädchen in den konfessionellen Kindergarten ihres besten Freundes wechselt. Polly will dem dürren, traurig aussehenden Mann, der an einem Kreuz an der Wand hängt, etwas von ihrer Pizza abgeben. Aber ihr Freund Theo schreitet ganz erschrocken ein: „Den darfst du nicht abhängen! Das ist Jesus von Gott!“ Schon diese wenigen Worte reichen aus, um den Reiz dieses Buches von Vio Mütter zu erfassen. Es ist witzig, aber dabei gleichzeitig sehr differenziert.

Es wirft aus kindlicher Perspektive einen Blick auf das zentrale christliche Glaubenssymbol und gibt viele Anlässe, um über Gott, seinen Sohn und dessen Sterben und über den Heiligen Geist nachzudenken. Unterrichtlich werden kreuzestheologische Aspekte wie die Frage nach der 2-Naturen-Lehre, der Bedeutung des Opfers oder der Auferstehung bearbeitet.

Das Material ist ab der 4. Klasse und mit einem methodischen Kniff auch bis zur 7. Klasse verwendbar.

Die Teilnehmer*innen erhalten ein 12-seitiges Paper mit didaktischer Analyse, Zuordnung zum RLP inkl. Inhaltsspezifischen Kompetenzen, vier Arbeitsblättern, einem Bibeltext und Hinweisen zur Weiterarbeit. Zur Bearbeitung in 4er-Kleingruppen sollte eine ausreichende Anzahl von Exemplaren des Buches vorliegen. Kostenpunkt: 12,95 Euro

Wie reagiere ich richtig bei Unterrichtsstörungen? –
Prävention und Intervention

Ansprechperson:
Angela Berger

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 1,5 Stunden

Damit der Religionsunterricht möglichst störungsarm verläuft, braucht es viele verschiedene Fähigkeiten und Methoden der Lehrperson. Das Wichtigste zur Prävention von Störungen ist das sogenannte „Classroommanagement“, dessen Grundzüge im Konvent dargestellt werden sollen. Sind Störungen aufgetreten, gibt es mehrere Möglichkeiten der Intervention, die diskutiert und auch geübt werden sollen. Dieses Thema ist gut geeignet für einen Studientag, kann aber auch in mindestens 1,5 Std. dargestellt werden.

Gebete in den Religionen

Ansprechperson:
Dr. Margit Herfarth

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
90 Minuten

Bildinformation:
GregorHelms / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Das Beten als Akt der Hinwendung zum Transzendenten findet sich in allen Religionen. Aber in welcher Form lässt sich das religionspädagogisch hoch brisante Thema „Gebet“ im Religionsunterricht verorten? Der Weg vom „Fremden“ zum „Eigenen“ ist hier hilfreich, um in den Schüler*innen ein erstes Verständnis für das Beten als Ausdrucksform religiösen Glaubens zu wecken. Erfahrungsaustausch, ein religionspädagogischer Input, Diskussionsrunden und ein Kennenlernen und Ausprobieren des in der AKD-Bibliothek ausleihbaren „Gebete-Koffers“ sind für diesen Workshop geplant.

Neue Präsentationsformen und gelingende Kommunikation im Unterricht (Prezi, Pecha Kucha, PowerPoint reloaded etc.)

Ansprechperson:
Paula Nowak

Zielgruppe:
für alle Klassenstufen geeignet

Dauer:
mind. 120 Minuten

Das Thema „Präsentieren“ gehört inzwischen zum Standard jeglichen Unterrichts. Dieser Auftrag ist allerdings anspruchsvoll, denn für die Erarbeitung einer für die Zuhörer*innen informativen und anregenden Präsentation benötigen Schüler*innen und Lehrkräfte eine Vielzahl von Kompetenzen. In diesem Abrufangebot liegt der Fokus auf zeitgemäßen Präsentationsformen sowie der Frage nach gelingender Kommunikation in unterrichtlichen Zusammenhängen und die in der Unterrichtsdidaktik angestrebte Individualisierung des Unterrichts und die Betonung des selbstständigen Lernens der Schüler*innen.

Buffet statt Eintopf –
Binnendifferenzierter RU in heterogenen Lerngruppen

Ansprechperson:
Angela Berger

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 2 Stunden

Sowohl im jahrgangsübergreifenden Lernen und in Inklusionsgruppen als auch in ganz „normalen“ Lerngruppen sind die Schülerinnen und Schüler sehr heterogen, was Lernausgangslagen und Anforderungsniveaus angeht. Da bleibt der RU-Lehrkraft letztlich nichts Anderes übrig, als mit weitestgehender Binnendifferenzierung zu versuchen, den unterschiedlichen Ansprüchen der Kinder und Jugendlichen gerecht zu werden. Wie diese Binnendifferenzierung gelingt, kann sowohl in einem Nachmittagskonvent als auch an einem Studientag dargestellt und diskutiert werden. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto praxisbezogener und übungsintensiver kann die Fortbildung gestaltet werden.

Trinität lehren und lernen

Grafik: Thomas Steiner, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1355510

Ansprechperson:
Dr. Margit Herfarth

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 3 Stunden oder ein Studientag

1+1+1=1? Die Dreieinigkeit Gottes fristet meist ein religionspädagogisches Schattendasein. Sie gilt als zu schwierig oder als irrelevant für Kinder und Jugendliche. Doch ist die Trinität eine der eindrücklichsten Annäherungen an das Geheimnis Gottes. Gott als Geheimnis über uns, Gott in Jesus Christus mit uns, Gott im Heiligen Geist in uns – mit Sprachbildern, visuellen Darstellungen und Geschichten wollen wir religionspädagogische Zugänge suchen und didaktische „Bausteine“ gestalten.

Filmbildung im RU: Kurzfilme kreativ erschließen und reflektieren

Ansprechperson:
Paula Nowak

Zielgruppe:
für alle Klassenstufen geeignet

Dauer:
120 Minuten

Filme entstehen im Dazwischen – im Raum zwischen mehreren Bildern. In Verbindung mit unseren individuellen Seherfahrungen hinterlassen sie dabei unterschiedliche Eindrücke in uns, erzeugen subjektive Gefühlswelten und werfen verschiedene Fragen auf. Eine gute und anspruchsvolle Kinder- und Jugendfilmkultur sollte auch in Zeiten der Medienkonvergenz ihren festen Platz in der schulischen Bildung erhalten. Umso erfreulicher, dass in den neuen Rahmenlehrplänen Berlin/Brandenburg die Filmbildung noch mehr Gewicht gewonnen hat. Es werden unterrichtspraktische Zugänge und Methoden der Filmvermittlung vorgestellt und ausprobiert.

Neuere Perspektiven auf Paulus

Ansprechperson:
Dr. Margit Herfarth

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
90–120 Minuten

Bildinformation:
Miniatur in St. Galler Handschrift der Paulusbriefe, 9. Jh., gemeinfrei 

Es ist gar nicht so einfach, paulinische Texte ohne Luthers Brille zu lesen. Dass der Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, nicht durch die Werke: diese „Rechtfertigungslehre“ ist das Zentrum der lutherischen Theologie. Aber ist sie tatsächlich auch die Mitte der Theologie des Paulus? Und was bedeuten die entsprechenden Paulusworte von Gesetz und Glaube überhaupt? Seit den 1980ern wird darum neu gestritten. Die „Neue Perspektive auf Paulus“ möchte Paulus unabhängig von Luthers Sicht neu lesen und verstehen.

Mediative Gesprächsführung im Schulkontext oder Wie lerne ich die Giraffensprache?

Ansprechperson:
Angela Berger

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 2 Stunden

Beziehungsarbeit ist eine wichtige Voraussetzung, um fachlich guten und anspruchsvollen Religionsunterricht durchzuführen. Sie dient dem Aufbau einer Vertrauensbasis zwischen Schüler_in und Lehrkraft und hilft in Konflikten, eine Verständigung herbeizuführen. Eine Lehrkraft, welche die mediative Gesprächsführung beherrscht, dient darüber hinaus ihren Schülerinnen und Schülern als nachahmenswertes Modell bezüglich Konfliktmanagement und Demokratiefähigkeit. Die Grundzüge der mediativen Kommunikation können in zwei Stunden dargestellt und ausprobiert werden, nachhaltiger ist für die tägliche Praxis ein Studientag.

Lebensweisheit im Schulalltag

Unbekannter Autor / Public domain

Ansprechperson:
Dr. Margit Herfarth

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 120 Minuten

Wie kann die alttestamentliche Weisheit im Religionsunterricht lebendig werden? In diesem Workshop arbeiten wir mit einer Bibelwort-Kartei und erproben unterschiedliche Wege, mithilfe eines Weisheitswortes miteinander ins theologisch-philosophische Gespräch zu kommen. Mit Kindern (ab 3. Klasse) und Jugendlichen gelingt das genauso gut wie mit Erwachsenen, denn jeder und jede bringt bei der Wahrnehmung eines einzelnen biblischen Satzes eigene Lebenserfahrungen mit den menschlichen Grunderfahrungen, aus denen der Satz erwachsen ist, zusammen. Wir können uns selbst in den biblischen Sprachbildern entdecken, die biblische Sprache und Gedankenwelt sozusagen „ausleihen“ und dadurch sprachfähig werden für die kleinen und großen Fragen zwischen Himmel und Erde.

Methodische Anregungen werden an die Hand gegeben.

Das seelsorgliche Kurzgespräch in der Schule

Ansprechperson:
Angela Berger

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 2 Stunden

Die Religionslehrkraft ist nicht nur für Schülerinnen und Schüler, sondern auch für Kolleg_innen und Eltern häufig eine Vertrauensperson, wenn es um Probleme im schulischen oder auch privaten Bereich geht. Gerne werden Lebensfragen mal so zwischendurch, zwischen Tür und Angel angesprochen, was der Lehrkraft äußerst ungelegen kommen mag, für die fragende Person aber genau die „günstige Gelegenheit“ ist. Das seelsorgliche Kurzgespräch nach Timm Lohse ist ein gutes Handwerkszeug, um ziel-, lösungs- und ressourcenorientiert auf Beratungsanfragen zu reagieren und einen ersten kleinen Schritt auf eine mögliche Lösung zuzugehen. Vorgestellt werden kann diese Methode mit kleinen Übungen in einem Nachmittagskonvent, an einem Studientag können bereits erste Praxiserfahrungen gesammelt werden.

Buchliebe 2.0 – Religionspädagogische Inhalte in E-Books erstellen

Ansprechperson:
Paula Nowak

Zielgruppe:
für alle Altersstufen geeignet

Dauer:
90–120 Minuten

Es sind beide Varianten möglich: Schüler*innen produzieren oder Lehrer*in bereiten für den Unterricht ein Ebook vor. Mit einem animierten digitalen Buch (E-Book) können Texte, Skizzen, Bilder sowie Ton- und Videoaufnahmen zu einem Projekt zusammengefasst werden. Es lässt viel Raum für gestalterische Ideen und beinhaltet gleichzeitig Lese-/Schreibförderung. Die Möglichkeiten sind vielfältig: Portfolio, Lerntagebuch, Comic, Fotobücher, interaktive Bücher, Gedichtband, Bibelbuch oder Projektbericht.

Leistungsbewertung im Religionsunterricht

Unbekannter Autor / Public domain

Ansprechperson:
Dr. Margit Herfarth

Zielgruppe:
RU Brandenburg

Dauer:
mind. 3 Stunden oder ein Studientag

Die Leistungsbewertung gehört zu den herausfordernden „Balancierungsaufgaben“ des Lehrer*innen-Daseins, ganz besonders im RU. Es gilt, die Spannung zwischen der Bewertung von Leistungen und der unbedingten Annahme eines jeden Kindes und Jugendlichen auszuhalten und auszutarieren. Religionspädagogisch-theologische Überlegungen, das Diskutieren von Fallbeispielen und der Erfahrungsaustausch stehen im Mittelpunkt dieses Seminars.

Kirchenpädagogische Fortbildungen

Der wahre Jakob / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Zusammen mit Sara Herrmann, Projektkoordinatorin Kirchenpädagogik im ev. RU.

Ansprechperson:
Dr. Margit Herfarth

Zielgruppe:
RU alle

Dauer:
mind. 2 Stunden oder ein Studientag

Achtsamkeit für die Vergangenheit – und zugleich die Suche nach einem gegenwärtigen Zugang zu einem oft alten Gebäude: in kirchenpädagogischen Workshops erschließen die Teilnehmenden den Kirchraum. Material und Ideen für eigene kirchraumpädagogische Aktionen mit Gruppen werden an die Hand gegeben.

Wie ticken Jugendliche? Lebenswelten – Medienwelten von Heranwachsenden verstehen

Ansprechperson:
Paula Nowak

Zielgruppe:
für alle Klassenstufen geeignet, besonders ab Klasse 5

Dauer:
120 Minuten

Hier gehe ich auf die Faszination ein, die moderne Kommunikations- und Medienwelten auf jugendliche Rezipienten ausüben. Verständnis und Augenhöhe können im Umgang mit den Medienwelten Jugendlicher vieles vereinfachen. Vielfältigen Aspekte werden beleuchtet und diskutiert, die in den Fokus geraten, wenn wir uns auf die Medienwelten von Kindern und Jugendlichen einlassen. Dabei gehe ich vor allem auf Social-Media-Dienste wie Instagram, YouTube und das damit verbundene Mediennutzungsverhalten ein. Die Chancen einer unterrichtlichen Nutzung werden erläutert.

Teamplayer gesucht: Kollaboratives Arbeiten im Religionsunterricht

Ansprechperson:
Paula Nowak

Zielgruppe:
ab Klasse 3

Dauer:
90–120 Minuten

Es ist wichtig, Fähigkeiten zum kollaborativen Arbeiten in der Schule schon früh zu entwickeln und zu fördern. Die Gestaltung von Unterricht auf der Basis kollaborativen Arbeitens führt Schüler*innen in Teams zusammen, in denen sie gemeinsam für die Lösung eines Problems verantwortlich sind. Es werden verschiedene Tools vorgestellt (z. B. Etherpad, Padlet), mit deren Hilfe orts- und zeitunabhängig Inhalte erarbeitet und schulische Lernprozesse betreut werden können.