Hier präsentieren wir kreative, engagierte und mutige Beiträge, die im Rahmen von Reli fürs Klima entstanden sind. Ob Gedicht, Plakat, Projektidee oder Petition – die Schüler:innen zeigen, wie sie sich mit Fragen der Klimagerechtigkeit auseinandersetzen und Verantwortung übernehmen. Ihre Arbeiten machen deutlich: Bildung wirkt – und junge Stimmen zählen!
Wettbewerbsbeiträge „Planet im Gerichtssaal“ – sollte die Natur Rechte haben
Mit Kreativität, Fachwissen und großer Ernsthaftigkeit haben sich Kinder und Jugendliche beim Wettbewerb „Planet im Gerichtssaal“ mit der Frage auseinandergesetzt, welche Rechte die Natur haben sollte. Die Jury war tief beeindruckt von der Vielfalt der Beiträge und dem spürbaren Engagement der jungen Teilnehmenden. Eine Entscheidung zu treffen, fiel alles andere als leicht.
Der erste Preis ging an die „Silberdelfine“ der Evangelischen Grundschule Potsdam. Die jahrgangsgemischte Klasse 1–3 hat sich über Monate hinweg intensiv mit dem Neuen Garten in Potsdam beschäftigt – einem Park, der für sie Lernort, Lebensraum und Naturparadies zugleich ist. Mit einer selbst entworfenen Gerichtsverhandlung, außerschulischen Recherchen, Pflanzenprojekten und einer starken Botschaft zeigten die Kinder, wie sehr sie sich für den Schutz der Schöpfung einsetzen. Ihre zentrale Frage: Wem gehört der Park – und wie können wir mit unserer „Superpower“ die Natur schützen?
Den zweiten Platz belegten Florentine, Niklas und August aus der 6b der Lew-Tolstoi-Grundschule Berlin mit einem klaren und eindrucksvollen Lernvideo über das Naturschutzgebiet Biesenhorster Sand. Ihr Beitrag überzeugte durch die Vielfalt der Perspektiven, die reflektierte Darstellung der Bedürfnisse des Gebiets und das Format.
Der dritte Platz wurde zweimal vergeben: Die Ursula-Wölfel-Grundschule aus Teltow reichte zahlreiche kreative Beiträge ein – Podcasts, Videos, Plakate – die sich zu einem Gesamtkunstwerk fügten. Besonders hervorzuheben: Die Verbindung lokaler Naturschutzthemen mit globaler Gerechtigkeit – ein Aspekt, den auch Jurymitglied Yi Yi Prue, Klimaaktivistin aus Bangladesch, lobte.
Ebenfalls auf den dritten Platz kam das Lessing-Gymnasium Berlin mit einem eindrucksvollen Podcast über das Tempelhofer Feld. Kinder und Jugendliche führten Interviews mit Nutzer:innen des Feldes – vom spielenden Kind bis zur passionierten Spaziergängerin – und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig Naturerleben mitten in der Stadt sein kann. Die Interviews und Erzählungen zeigten ein tiefes Verständnis für den Wert urbaner Freiräume und deren ökologische Bedeutung.
Podcast über das Tempelhofer Feld
Kampf für Gerechtigkeit: Der Fluss als Lebewesen
Celia Fasabi Pizango und Miriam Torres López kämpften unermüdlich dafür, dass der Fluss Río Marañón in Peru geschützt wird – als Rechtssubjekt mit eigenen Rechten. Wie sie das 2024 erreicht haben, berichteten sie 65 Schüler*innen aus Berlin und Brandenburg sowie Süd-Nord-Freiwilligen aus Costa Rica. Gemeinsam diskutierten sie, was sich ändern würde, hätte die Natur immer eigene Rechte.
Schülerinnen und Schüler verfassten Petitionen, besuchten Mitglieder des Klima- und Umweltausschusses und brachten dort ihre konkreten Forderungen zum Klimaschutz ein.
Im Rahmen von Reli fürs Klima haben Schüler:innen gemeinsam mit der kirchlichen Waldgemeinschaft in Brandenburg über 4000 Bäume gepflanzt. Die Aktion verbindet gelebten Klimaschutz mit spirituellem Handeln und zeigt, wie konkrete Beiträge zur Bewahrung der Schöpfung aussehen können – lokal verwurzelt, global wirksam.
Bisherige Baumpflanzaktionen:
Die Voltaireschule in Potsdam hat mit Frau Türpe und Frau Kenner und der Klasse 9l 500 Roteichen und 500 Esskastanien in Stahnsdorf gepflanzt.
Die Elisabeth-Christinen-Grundschule in Berlin hat mit Frau Kehl 200 Traubeneichen in Ahrensfelde gepflanzt und weitere 140 Wildkirsch- und Buchensetzlinge in Mühlenbeck.
Die Grundschule an der Victoriastadt hat mit Frau Losensky 200 Lärchen und 35 Spitzahorn gepflanzt.
Das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Königs Wusterhausen hat mit Frau Buchholz 250 Elsbeeren und 250 Esskastanien in Schenkendorf gepflanzt. Weiter 100 Bäume wurden in Ragow / Mittenwalde gepflanzt.
Das Friedrich-Ebert-Gymnasium in Berlin hat mit Frau Beck, Frau Vergnaud und Frau Siegemund 1000 Stieleichen in Dahlewitz gepflanzt sowie mit Herrn Metzner-Kanaan 200 Vogelkirschen in Pilgram gepflanzt. Weitere 100 Bäume wurden in Trebbin mit Frau Schult gepflanzt.
Die Bornholmer Grundschule (Prenzlauer Berg) hat 120 Bäume gepflanzt, Eicheln vergraben und Müll entfernt mit Frau Güler.
Hier können noch Bäume gepflanzt werden:
in Ahrensfelde, nahe Bahnhof Ahrensfelde Nord
in Frankfurt (Oder) Lichtenberg, nahe Bushaltestelle Lichtenberg Nordstr., Frankfurt (Oder) oder Straßenbahn/Bus Fuchsweg, Frankfurt (Oder)
in Treuenbrietzen, nahe Bushaltestelle Berliner Siedlung, Treuenbrietzen
Mit viel Engagement haben Schulklassen Spenden für Klimaschutzprojekte gesammelt, die Klimaschutzprojekte unterstützen. Jede Spende hilft, Menschen in Not zu stärken und unsere Erde zu schützen. Gemeinsam zeigen wir, dass selbst kleine Beiträge Großes bewirken können.