Wenn Kinder eine Stimme bekommen – Ein Theaterprojekt, das bewegt & verändert

Was passiert, wenn Schüler*innen nicht nur über die Welt sprechen, sondern erleben, dass ihre Gedanken wirklich zählen?

In einem gemeinsamen Projekt von Brot für die Welt, Reli fürs Klima und der Drehbühne Berlin haben wir genau das erlebt.

Innerhalb von zwei Workshoptagen entstand ein intensiver Prozess, in dem die Kinder von Anfang an ernst genommen wurden: Ihre Ideen wurden gehört, ihre Fragen aufgegriffen und ihre Perspektiven aktiv herausgekitzelt. Die theaterpädagogische Begleitung war dabei nicht nur professionell, sondern auch unglaublich zugewandt, die Kinder wurden motiviert, gestärkt und immer wieder ermutigt, weiterzudenken.

Vom Nachdenken zum Handeln

Der erste Projekttag stand ganz im Zeichen des Denkens: Die Schüler*innen diskutierten, hinterfragten und entwickelten eigene Themen – aus ihrer Lebenswelt und mit Blick auf globale Zusammenhänge. Sie recherchierten, tauschten sich aus und lernten, differenziert zu argumentieren.

Besonders eindrücklich war zu beobachten:
Je stärker die Kinder spürten, dass ihre Gedanken Gewicht haben, desto ernsthafter und konzentrierter arbeiteten sie.

Bühne frei für ihre Themen

Am zweiten Tag wurden aus diesen Ideen konkrete Szenen. Die Drehbühne Berlin entwickelte auf Grundlage der Schüler*innenbeiträge passende Theaterstücke für die Kinder, mit den Kindern. Die Szenen wurden gemeinsam weiterentwickelt, überarbeitet und eingeübt. Dabei lernten die Schüler*innen nicht nur Theatertechniken, sondern auch:
laut und deutlich zu sprechen
präsent zu stehen
sich etwas zuzutrauen

Viele Kinder gewannen sichtbar an Selbstbewusstsein, gerade auch die, die sonst eher still sind. Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die Zusammenarbeit mit der NGO SCOPE Zambia und der Austausch mit jungen Menschen aus Sambia. Dadurch öffnen sich neue Perspektiven: Die Kinder setzen sich mit globalen Fragen auseinander und erleben, dass ihre Themen Teil größerer Zusammenhänge sind.

Gemeinsam auf die Bühne

Am Ende steht eine große gemeinsame Aufführung mit rund 60 Schüler*innen – ein echtes Gemeinschaftserlebnis. Die Kinder haben dabei nicht nur Theater gespielt, sondern gelernt, sich einzubringen, zuzuhören und gemeinsam etwas zu gestalten.

Und sie haben verstanden:
Ihre Stimme kann gehört werden.
Umso wichtiger ist es ihnen selbst, dass Menschen aus Kirche und Politik dabei sind und ihre Anliegen wahrnehmen.

Erlebt selbst, was entsteht, wenn Schüler*innen Raum bekommen, ihre Themen auf die Bühne zu bringen. Dieses Projekt zeigt eindrücklich, welches Potenzial im Religionsunterricht steckt, wenn wir Räume öffnen: für Fragen, für Zweifel, für Engagement und für echte Beteiligung.
Artikel: Lekanka Gaiser

Herzliche Einladung zum Filmtheater:
28. Mai um 18 Uhr,
Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Berlin.