Ökumenische Jugenddienste

Die Ökumenischen Jugenddienste sind ein internationales Workcamp-Programm und stehen in der Tradition der Ökumenischen Internationalen Aufbaulager, die nach dem 2. Weltkrieg vom Jugendreferat des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) entwickelt und organisiert wurden. Heute ist das Amt für kirchliche Dienste in der EKBO Träger des ÖJD.

ÖJD-Workcamps sind zweiwöchige Arbeitseinsätze von jungen Menschen (18–26 Jahre, in Absprache auch schon ab 16 Jahren) aus Europa und der Welt. Durch die Workcamp-Teilnahme können sich junge Menschen in sinnvollen, gesellschaftlich relevanten Projekten engagieren und erhalten zudem vielfältige Gelegenheiten zum internationalen Austausch.

Die Teilnahme an einem ÖJD-Workcamp bietet somit eine großartige Chance, neue Kulturen kennenzulernen, Kompetenzen im internationalen Miteinander zu erwerben, das eigene Glaubensverständnis zu hinterfragen und in der Auseinandersetzung mit anderen dieses weiterzuentwickeln. Die jungen Menschen können mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in einem ökumenischen Projekt in Deutschland praktische Erfahrungen zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sammeln und lernen gemeinsam dafür einzutreten. Abgesehen davon macht ein Ökumenischer Jugenddienst einfach Spaß!

10 gute Gründe für ein ÖJD-Workcamp

  1. Workcamps eröffnen jungen Menschen einzigartige Chancen, neue Erfahrungen zu sammeln, tatkräftig ein soziales oder ökologisches Projekt zu unterstützen und internationale Freundschaften zu schließen. Sie bedeuten nicht nur, sich ehrenamtlich zu engagieren und Kompetenzen zu erweitern, sondern ermöglichen das Kennenlernen anderer Kulturen, Spaß und Urlaub.
  2. Workcamps bieten tolle Einsatzmöglichkeiten. Junge Menschen können sich für eine lebenswerte Umwelt einsetzen, werden unterstützend in der Denkmalpflege tätig oder renovieren ein Gemeindehaus oder eine Jugendeinrichtung.
  3. Workcamps gestatten Einblicke in Arbeitsfelder und Tätigkeitsbereiche. Junge Menschen lernen durch die Workcamp-Arbeit Berufszweige (in der Regel handwerkliche) kennen und können sich in ihnen ausprobieren.
  4. Workcamps schaffen einen Rahmen, Verantwortung zu übernehmen: Workcamps sind in der Regel selbstorganisiert, h. die Gruppe der jungen Menschen entscheidet über das gemeinsame Zusammenleben. Es wird gemeinsam eingekauft, gekocht und der Tagesablauf gestaltet. Geregelt sind oft nur die Arbeitszeiten. Entscheidungen werden gemeinschaftlich getroffen!
  5. Die freiwillige Workcamp-Arbeit ist sinnstiftend für alle: Der Arbeitseinsatz der jungen Menschen ist wichtig und gewinnbringend für das lokale Projekt und eine Bereicherung für die örtliche Community. Die jungen Menschen selbst machen besondere Erfahrungen von Zusammenarbeit und Solidarität, erhöhen ihre interkulturelle Kompetenz, lernen im Austausch ganz neue Perspektiven kennen und leisten einen Beitrag für die Gesellschaft.
  6. Workcamps sind offen für alle. Die jungen Menschen kommen aus 5–10 verschiedenen Ländern und haben unterschiedliche soziale und kulturelle Hintergründe. Sie müssen keiner Kirche/Religion angehören, um an einem ÖJD-Workcamp teilzunehmen.
  7. Die Workcamp-Teilnahme ist sehr kostengünstig: Für die Vermittlung erheben die Organisationen in der Regel nur eine geringe Gebühr (beim ÖJD 25 €). Unterkunft und Verpflegung sind frei, nur die Reisekosten müssen selbst getragen Damit sind Workcamps auch für Menschen mit kleinem Geldbeutel attraktiv.
  8. Workcamps werden mit öffentlichen Mitteln gefördert. Das ermöglicht nicht nur geringe Kosten für die lokalen Projekte und die Teilnehmenden. Vor allem ist Verlass darauf, dass die Gemeinnützigkeit der Projekte und die Einhaltung von inhaltlichen und organisatorischen Standards regelmäßig geprüft wird.
  9. Die ÖJD schauen auf über 60 Jahre Workcamp-Erfahrung zurück! Wir wissen also, wovon wir reden und warum wir so begeistert von diesem Begegnungsformat sind!
  10. Die ÖJD sind vernetzt und arbeiten in internationalen Netzwerken zusammen, in denen wir uns über transparente Standards bei der Zielsetzung und der Organisation von Workcamps verständigt hat.

Das ÖJD-Motto lautet: United we work

Darunter verstehen wir:

  • sich gemeinsam an sinnvollen Projekten ehrenamtlich zu beteiligen
  • sich einer ökumenischen, internationalen Gruppe anzuschließen und sich selbstständig und eigenverantwortlich einzubringen
  • im Camp-Alltag gleichberechtigtes Handeln zwischen Männern und Frauen zu praktizieren
  • den Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu suchen, um gegenseitiges Verständnis zu wecken und Achtung zu fördern
  • in einer Gruppe Entscheidungen gemeinsam zu treffen und Solidarität zu erfahren
  • die Chance zu nutzen, sich mit Gläubigen aus anderen Konfessionen und Nichtgläubigen über das Leben und den Glauben auszutauschen

Das passiert im Camp

  • Im Camp leben zwei Wochen lang ca. 15 Jugendliche und junge Erwachsene zusammen.
  • Die Camp-Teilnehmenden arbeiten gemeinsam und gestalten in der Gruppe ihre Freizeit.
  • Während des Camps besteht die Möglichkeit, andere Menschen, Länder, Kulturen und Glaubensweisen kennenzulernen.
  • Zwei bis drei ehrenamtliche junge Camp-Leiter:innen begleiten das Camp.
  • Ein vorbereitetes Camp-Thema lädt ein zum Gespräch und zum Nachdenken über das Leben und Gott.
  • Im Camp mitarbeiten bedeutet, an 9 Tage für ca. 6 Stunden täglich unbezahlt in ökologischen, alternativen oder Gemeinde-Projekten tätig zu sein. Neben den Arbeitsteams gibt es immer auch ein Küchen-Haus-Team, welches die Einkäufe tätigt, kocht, putzt und aufräumt.
  • Damit das Camp für alle Volunteers (Teilnehmende und Leitende) eine gute Zeit wird, ist es wichtig, dass sich alle aktiv am Gruppengeschehen beteiligen, dass alle einen Blick für das Gegenüber haben und dass alle mit eigenen Ideen zur Freizeitgestaltung beitragen. Dies schließt eine Anwesenheit von Anfang bis Ende des Camps ein.

 Weitere Informationen und Anmeldung auf eys-workcamp.de

 


Ansprechperson

Karolin Minkner, Referentin für internationale Jugendbegegnung
+49 30 3191 131|+49 151 2106 3026|workcamp@akd-ekbo.de