70 Jahre Friedensarbeit und ehrenamtliches Engagement
Die Ökumenischen Jugenddienste sind ein internationales Camp-Programm und stehen in der Tradition der Ökumenischen Internationalen Aufbaulager, die nach dem 2. Weltkrieg vom Jugendreferat des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) entwickelt und organisiert wurden. Heute ist das Amt für kirchliche Dienste in der EKBO Träger des ÖJD.
ÖJD-Workcamps sind zweiwöchige Arbeitseinsätze von jungen Menschen (18–26 Jahre, in Absprache auch schon ab 17 Jahren) aus Europa und der Welt. Durch die Camp-Teilnahme können sich junge Menschen in sinnvollen, gesellschaftlich relevanten Projekten engagieren und erhalten zudem vielfältige Gelegenheiten zum internationalen Austausch.
Im Sommer 2025 konnten 5 internationale ÖJD-Camps veranstaltet werden. Es war für alle Beteiligten (75 Teilnehmende aus Ägypten, Brasilien, Deutschland, Italien, Niederlande, Polen, Portugal, Serbien, Slowakei, Spanien, Tansania, Tschechien, Ukraine und Ungarn und die Camp-Partner*innen) ein bereicherndes Erlebnis.
Die Teilnahme an einem ÖJD-Workcamp bietet eine niederschwellige Chance, neue Kulturen kennenzulernen, Kompetenzen im internationalen Miteinander zu erwerben, das eigene Glaubensverständnis zu hinterfragen und in der Auseinandersetzung mit anderen dieses weiterzuentwickeln. Die jungen Menschen können mit ihrem ehrenamtlichen Engagement in einem ökumenischen Projekt in Deutschland praktische Erfahrungen zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sammeln und lernen gemeinsam dafür einzutreten. Abgesehen davon macht ein Ökumenischer Jugenddienst einfach Spaß!
2 Videos aus 2021 zur Camp-Arbeit und zu Freizeit und Zusammenleben veranschaulichen, wie so ein Camp läuft.
Infos über die ÖJD-Workcamps und wie sie organisiert sind finden sich in der allgemeinen ÖJD-Info-Broschüre und in den Teilnahmebedingungen im Überblick
Neben dem Begriff Aufbaulager, Jugenddienst, Jugendgemeinschaftsdienst und Jugendsozialdienst gibt es den englischsprachigen Begriff Workcamp. Der Begriff wurde vor allem in der US-amerikanischen Gruppenpädagogik in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt und zeugt von den Bemühungen um eine demokratische Bildung der jungen Generation nach dem Faschismus. In der internationalen Jugendarbeit hat sich der Begriff trotz seiner Mehrdeutigkeit etabliert und bis heute erhalten.
Gefördert werden die Ökumenischen Jugenddienste durch Mittel des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend) – Aufgrund dieser Förderung betragen die Kosten für die Teilnahme an einem Camp für 2 Wochen nur 40 Euro!
Das ÖJD-Motto lautet: United we work
Darunter verstehen wir:
- sich gemeinsam an sinnvollen Projekten ehrenamtlich zu beteiligen
- sich einer ökumenischen, internationalen Gruppe anzuschließen und sich selbstständig und eigenverantwortlich einzubringen
- im Camp-Alltag gleichberechtigtes Handeln zwischen den beteiligten Menschen zu praktizieren
- den Dialog zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern und Kulturen zu suchen, um gegenseitiges Verständnis zu wecken und Achtung zu fördern
- in einer Gruppe Entscheidungen gemeinsam zu treffen und Solidarität zu erfahren
- die Chance zu nutzen, sich mit Gläubigen aus anderen Konfessionen und Nichtgläubigen über das Leben und den Glauben auszutauschen
Das passiert im Camp
- Im Camp leben zwei Wochen lang ca. 15 Jugendliche und junge Erwachsene zusammen.
- Die Camp-Teilnehmenden arbeiten gemeinsam und gestalten in der Gruppe ihre Freizeit.
- Während des Camps besteht die Möglichkeit, andere Menschen, Länder, Kulturen und Glaubensweisen kennenzulernen.
- Zwei bis drei ehrenamtliche junge Camp-Leiter:innen begleiten das Camp.
- Thematische Elemente und Freizeitaktivitäten laden ein zum Gespräch und zum Nachdenken über das Leben und Gott.
- Im Camp mitarbeiten bedeutet, an 9 Tage für ca. 6 Stunden täglich unbezahlt in ökologischen, alternativen oder Gemeinde-Projekten tätig zu sein. Neben den Arbeitsteams gibt es immer auch ein Küchen-Haus-Team, welches die Einkäufe tätigt, kocht, putzt und aufräumt.
- Damit das Camp für alle Volunteers (Teilnehmende und Leitende) eine gute Zeit wird, ist es wichtig, dass sich alle aktiv am Gruppengeschehen beteiligen, dass alle einen Blick für das Gegenüber haben und dass alle mit eigenen Ideen zur Freizeitgestaltung beitragen. Dies schließt eine Anwesenheit von Anfang bis Ende des Camps ein.
Das passiert durch das Camp
- Begegnung zwischen den jungen Menschen
- Ehrenamtliches Engagement in einem sinnstiftenden Projekt
- „Local Impact“ – Lokale Auswirkungen
Durch das Zusammenarbeit Vorort kommen Menschen in Kontakt, die vorher oft kaum miteinander kommuniziert haben. Projektpartner, Mitarbeitende, die Bevölkerung Vorort, … tun etwas gemeinsam und haben ein gemeinsames Ziel. Das Erlebnis, dass etwas geschafft und erreicht wird, ist für alle eine erdende und motivierende Erfahrung. Gemeinschaftsgefühl und Selbstwirksamkeit werden erlebt. Das heißt, das Engagement der Workcamper strahlt in die gastgebenden Gemeinden hinein und belebt und begeistert Menschen vor Ort.
Hier finden sich 10 gute Gründe für ein ÖJD Camp .
Weitere Informationen auf eys-workcamp.de
Anmeldung unter eys-workcamp.de/anmeldung/
Ansprechperson
Karolin Minkner, Referentin für internationale Jugendbegegnung
+49 151 2106 3026|k.minkner@akd-ekbo.de
Lena Thörner, Mitarbeiterin Ökumenische Jugenddienste
l.thoerner@akd-ekbo.de

