Evangelische FrauenVersammlung in der EKBO am 25. Mai 2019

Delegierte aus 16 Kirchenkreisen und von 10 Interessengruppen der Frauen in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg schlesische Oberlausitz hielten am Samstag, 25. Mai 2019 ihre jährliche Frauenversammlung ab.

Frauenversammlung 2019 – Evangelische Frauen fordern Parität in der Kirche
Predigt von Oberkonsistorialrätin Dr. Christina-Maria Bammel im Rahmen des Festgottesdienstes

Nach drei Jahren aus dem Vorstand verabschiedet wurden: Ilona Hengst, Pfn. Ann-Kathrin Hasselmann und Pfn. Susanne Kahl-Passoth. In den Vorstand gewählt wurden: Pfn. Dagmar Althausen, Pfn. Carolin-Marie Göpfert, Susanne Jordan, Pfn. Andrea Paetel, Dr. Christine Rabe, Marlies Siegert.
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Beschlüsse der Frauenversammlung

Beschlüsse der Frauenversammlung

  • Bei der Besetzung kirchlicher Gremien und Ämter – sowohl im beruflichen als auch im ehrenamtlichen Bereich – ist bisher nicht gewährleistet, dass Frauen* und Männer* gleichermaßen beteiligt sind. Daher fordert die Frauenversammlung 2019 die Landessynode auf, ein Paritätsgesetz für die EKBO zu entwickeln und zu beschließen, sodass es für die kommende 5. Landessynode bereits in Anwendung kommt.
  • Die Frauenversammlung 2019 begrüßt, dass die Kirchenleitung Ende 2018 ein Gleichstellungsteam berufen hat. Sie fordert das Gleichstellungsteam auf, zügig eine*n Vorsitzen*de zu wählen und in der Zusammenarbeit mit dem Gleichstellungsbeauftragten und der Kirchenleitung konkrete Maßnahmen zu entwickeln, auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens das Gleichstellungsgesetz der EKBO von 2003 gemäß § 1 bis zur Herbstsynode 2020 umzusetzen. Die Frauenversammlung fordert den Gleichstellungsbeauftragten auf, auf der Frauenversammlung im Frühjahr 2020 über die eingeleiteten Maßnahmen Bericht zu erstatten.
  • Die Frauenversammlung 2019 fordert die Landessynode auf, ein Konzept zu entwickeln, auf dass in den Gottesdiensten der EKBO inklusive und gerechte Sprache in Liturgie und Predigt deutlicher zum Ausdruck kommt.

Im Jahresbericht des Vorstandes stellte die bisherige Vorsitzende Pfn. Susanne Kahl-Passoth fest, dass es neben zahlreicher erfolgreicher Aktivitäten in der dreijährigen Arbeitsperiode nicht gelungen ist, eine neue „Ordnung der Frauen in der EKBO“ als Kirchengesetz zu verankern, eine Ordnung die alle Verschiedenheit der Arbeit berücksichtigt. Dies bleibe nun Aufgabe für den neuen Vorstand, dem sie am Schluss des Tages „Mut, Frechheit, Ausdauer, Ungeduld“ wünschte.
Bericht des Vorstandes

„Attraktive Gremienkultur und einladende Strukturen für engagierte Frauen.“

In der öffentlichen Veranstaltung im Anschluss informierte die Soziologin Beate Ludwig aus der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland über eine Studie zur Erhöhung des Frauenanteils in (Leitungs-)Gremien der Kirche und dort ergriffene Maßnahmen für mehr Vielfalt in Leitungsstrukturen. Zuvor hatte die Präses der Landessynode Sigrun Neuwerth in ihrem Grußwort den Evangelischen Frauen zum 120. Geburtstag gratuliert und sie ermutigt, sich aktiv zu beteiligen „im Interesse aller Geschlechter“, denn „Gremienarbeit wird sich ändern, und zwar sehr viel rascher und deutlicher als in den vergangenen 100 Jahren. Das wird enorme Auswirkungen auf die Anforderungen an Leitung, Gesprächs- und Gremienleitung haben. … Umso mehr müssen wir gemeinsam darauf achten, dass wir für künftige Gremien eine gute Beteiligung der Geschlechter ebenso wie der sonstigen gesellschaftlichen Verschiedenheiten gewinnen.“
Grußwort Präses der EKBO-Landessynode Sigrun Neuwerth

Die Ausstellung „Vorgängerinnen – der Weg von Frauen in das geistliche Amt“, die im Amt für kirchliche Dienst bis zum 14. Juni zu sehen sein wird, stieß auf großes Interesse. Mehr Informationen finden Sie auch auf der Seite der EKBO.


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