Gendergewalt(en), Genderleerheit. Ansätze zu einer Befreiungsethik

Online-Seminar
24
Sep
Fr 24.09.2021| 19.00–21.00 UhrTermin merken
Gendergewalt(en), Genderleerheit. Ansätze zu einer Befreiungsethik
@BeeScherer2021

Beschrei­bung

Eine öffentliche Veranstaltung (per Zoom) im Rahmen des Fernstudiums „Geschlechterbewusste Theologien für die 2020er“, „Theologie geschlechterbewusst – kontextuell neu denken“ (2021–2022)

Flyer_AKD_Fernstudium_Befreiungsethik-Vortrag

Ablauf

19.00 Uhr Eröffnung | Leitung und Moderation Prof.in Dr.in Ulrike E. Auga, AKD, EKBO
Grußwort
19.15–19.45 Uhr Vortrag „Gendergewalt(en), Genderleerheit. Ansätze zu einer Befreiungsethik“ von Prof.*in Dr.*in Bee Scherer (VU Amsterdam)
19.45–21.00 Uhr Podiumsgespräch Prof.*in Dr.*in Bee Scherer mit Pfarrerin Prof.in Dr.in Ulrike E. Auga, AKD, EKBO unter Einbezug der Öffentlichkeit
Moderation der Fragen aus dem Publikum: Pfarrerin Magdalena Möbius, AKD, EKBO, Studienleiterin Frauenarbeit

Abstrakt: „Gendergewalt(en), Genderleerheit. Ansätze zu einer Befreiungsethik“

Gender übt Gewalt aus. In diesem öffentlichen Vortrag als Einführung zum Modul Ethik im Fernstudienkurs „Theologie geschlechterbewusst – kontextuell neu denken“ werfen wir einen ersten Blick auf das weitere System der Gendergewalt(en) und diskutieren verschiedene philosophische, ethische und theologische Ansätze und gelebte Erfahrungen.
Besonders versuchen wir einen Eindruck zu erlangen, ob und wie christliche und buddhistische Befreiungstheologien einen Weg aus der Gewaltsamkeit der Geschlechterzweiheit weisen. Was verändert sich, wenn Gendergewalt durch Theologien der Leerheit und Entleerung (buddhistisch śūnyatā, christlich kénōsis) aufgehoben wird?
Gender ist ein Erzeugnis unserer Gesellschaften, Kulturen und Religion(en) und wir sind gefangen im tagtäglichen Erleben einer Geschlechterwelt, die nur zwei Möglichkeiten kennt. Die Binäre von Mann und Frau, männlich und weiblich, zwingt uns gewaltsam, unser Menschsein nach verkürzten und schlecht – oder gar nicht – passenden Schablonen nach außen darzustellen – zu leben.
Wie wir aussehen, sprechen, Gefühle zeigen, Nähe und Sexualität leben, Situationen und Konflikte anpacken und wie wir uns eine Zukunft und einen Sinn aufbauen: von der Wiege bis zum Grab geben uns Genderschablonen den gesellschaftlichen Erwartungsrahmen vor.
Für Menschen, die sich außerhalb oder zwischen der Zweiergewalt von Frau und Mann erfahren (z. B. Intersex, Non-Binäre und Trans*menschen), aber auch für alle, denen die Starrheit der Genderschablonen nicht gerecht wird, übt Gender als Kategorie des (Un)Wissens direkte Gewalt aus: körperlich, seelisch und geistig. Ist solche Gewaltausübung ethisch rechtfertigbar?

Kurzbiografie

Prof.*in Dr.*in Bee Scherer hält den Lehrstuhl für Buddhismuskunde an der VU Amsterdam (Niederlande) und leitet dort die staatliche Ausbildung „Buddhistische Seelsorge“ (Buddhist Chaplaincy). Zuvor war Scherer Professor*in und Lehrstuhlinhaber*in für Religionswissenschaften und Genderforschung an der Canterbury Christ Church University (Großbritannien), und Direktor*in des Intersektionalen Zentrums für Inklusion und Soziale Gerechtigkeit, INCISE. Scherer gründete im Jahr 2008 das Queering Paradigms Network mit der langlaufenden gleichnamigen Buch- und Konferenzserie.
Als historisch-konzeptionelle Buddhismuskundler*in und Sozialphilosoph*in ist Scherer international in Forschung und Lehre durch zahlreiche Veröffentlichungen und Gastprofessuren bekannt.
Gleichzeitig ist Scherer ist auch als tibetische*r und ökumenische*r Dharma-Lehrer*in weltweit gefragt.
Zurzeit forscht Scherer besonders an der Schnittstelle von Buddhismus und Queer Theory, Transstudien, & Disability Studies. Scherer‘s jüngster Forschungsartikel, „Queering Buddhist Traditions“ (Juni 2021) ist nun frei zugänglich bei Oxford Religion Encyclopedia, http://shorturl.at/wyKU0.

Prof.in Dr.in Ulrike E. Auga | Professorin für Theologie und Geschlechterstudien innerhalb der Interkulturellen Theologie, Religions- und Ökumenewissenschaft | AKD | Publikation: Auga, Ulrike, An Epistemology of Religion and Gender: Biopolitics – Performativity – Agency, London/New York: Routledge, 2020 | weitere Informationen und Literaturhinweise www.ulrikeauga.com

Kosten

Wenn möglich, wird um eine Spende gebeten: 8 € | 5 € | nach Selbsteinschätzung. Bankverbindung:
Konsistorialkasse Berlin | IBAN: DE27 5206 0410 0003 9060 00 | BIC: GENODEF1EK1 | Verwendungszweck: 5211.2210KS3330/3330.4-Fernst., Name

In Kooperation mit den Evangelischen Frauen in Mitteldeutschland und der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung

Ziel­gruppe

alle Interessierten

Leitung

Prof.in Dr.in Ulrike E. Auga, AKD, EKBO

Referent:innen

Prof.*in Dr.*in Bee Scherer (VU Amsterdam)

Kosten

8,00 Euro/ erm. 5,00 Euro; kostenfrei nach Selbsteinschätzung

Kontakt

Amt für kirchliche Dienste (AKD)
Goethestraße 26–30 | 10625 Berlin

Frauenarbeit
+49 30 3191 287|frauenarbeit@akd-ekbo.de

Anmeldung

Gendergewalt(en), Genderleerheit. Ansätze zu einer BefreiungsethikFr 24.09.202119.00–21.00








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