Reli fürs Klima trifft GeWi – „Wir übernehmen Verantwortung!“

Im letzten Schuljahr startete unsere damalige 5d (heute 6d) ein besonderes Projekt: „Reli fürs Klima trifft GeWi“.

Gemeinsam im Religions-, GeWi- und Lebenskundeunterricht setzten sich die Kinder mit Wasser, Verantwortung, Demokratie und Mitbestimmung auseinander.

Ein Höhepunkt war der Besuch eines Workshops von Reli fürs Klima im WeltRaum im Global Village in Neukölln. In dem immersiven Lernraum erfuhren die Schüler*innen, wie Menschen in Bangladesch mit den Folgen des Klimawandels leben und welche innovativen Lösungen sie entwickelt haben. Gleichzeitig entdeckten die Kinder, wie viel unsichtbares Wasser wir in unserem Alltag verbrauchen – etwa für Fleisch, Autos oder Kleidung.

Als die Kinder im WeltRaum eine Tabelle mit dem CO₂-Vergleich zwischen Bangladesch und Deutschland sahen, rief ein Schüler überrascht:

„Krass! Bangladesch hat so viele Menschen – und trotzdem machen die weniger CO₂ als wir!“

Daraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über unseren Alltag und die Verantwortung, die mit unserem Lebensstil verbunden ist.

Zurück in Kladow erarbeiteten die Kinder, dass Veränderungen sowohl individuell als auch strukturell möglich sind: Jede und jeder kann im Alltag etwas zum Klima- und Wasserschutz beitragen – doch auch Politik und Gesellschaft müssen handeln.

Im GeWi-Unterricht wurde deutlich, dass Mitbestimmung und Demokratie genau hier ansetzen: Wer sich informiert, argumentiert und beteiligt, kann etwas verändern.

In Gruppen entwickelten die Schüler*innen vier konkrete Ideen, wie Berlin klimafreundlicher werden kann:

  • Bessere Bus- und Bahnverbindungen für Kladow
  • Sichere Fahrradwege
  • Nur ein Tag Fleisch oder Fisch pro Woche in Schulmensen
  • Eine Second-Hand-Kleiderbörse an Schulen

Begleitet wird das Projekt von Nursel Yagbasan-Kuballa (Gesellschaftswissenschaften), Lekanka Gaiser (Evangelische Religion) und Andrea Ertelt (Humanistische Lebenskunde), unterstützt von Reli fürs Klima.

Momentan arbeiten die Schüler*innen an Plakaten, auf denen sie ihre Themen mit Fotos, Karten und Artikeln darstellen.

Am 13.11.25 werden die fertigen Petitionen im Berliner Abgeordnetenhaus dem Umweltausschuss vorgestellt. So wird sichtbar, wie fächerübergreifendes Lernen und Mitbestimmung Hand in Hand gehen – und dass Kinder wirklich etwas bewegen können.

Text Nursel Yagbasan-Kuballa und Lekanka Gaiser