Interreligiöses Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück

19
Apr
Fällt aus
So 19.04.202015.00Termin merken

Typ

Veranstaltung

Ziel­gruppe

Kosten

kostenfrei

Ort

Frauenkonzentrationslager-Gedenkstätte Ravensbrück
Straße der Nationen
16798 Ravensbrück Karte anzeigen

Beschrei­bung

Das geplante Interreligiöse Gedenken in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück am Sonntag, 19. April 2020 anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Ravensbrück fällt in diesem Jahr wegen der Ausbreitung des Coronavirus aus.

Die Gedenkstätte möchte dennoch an den 75. Jahrestag der Befreiung erinnern und beabsichtigt, die zentrale Gedenkveranstaltung am 19. April 2020 und die sich daran anschließende Ausstellungseröffnung „Faces of Europe“ – allerdings in sehr kleinem Rahmen – durchzuführen.

Außerdem wird geprüft, ob Interessierten in aller Welt eine Teilnahme an den Veranstaltungen über das Internet ermöglicht werden kann.

SOCKENSCHUSS Arbeitsbedingungen unter Zwangsarbeit im Außenlager Munitionsfabrik Grüneberg

Mit fünf “Stricknadeln” aus Draht lernte Batsheva Dagan stricken, die diese Socken 1945 im Ravensbrücker Außenlager Malchow anfertigte. Sie trug sie bis zur Befreiung. Anfang 1945 war Batscheva Dagan aus Auschwitz-Birkenau in das KZ Ravensbrück deportiert und kurz darauf in das Außenlager gebracht worden. Dort überzeugte sie gemeinsam mit sieben Freundinnen die SS von der Notwendigkeit eines “Bastel”-Kommandos. Die Frauen haben aus Lumpen Zöpfe geflochten und zu Fußmatten zusammengenäht. Auf diese Weise erhielten sie eine Extraportion Suppe. 2007 stiftete Batsheva Dagan die Socken der Gedenkstätte.

Das „Interreligiöse Gedenken“ findet im Rahmen des Gedenkwochenendes der Befreiung des KZ Ravensbrück statt. Vorbereitet wird es von der Zukunftswerkstatt „Interreligiöses Gedenken“, in der sich jüdische, christliche und muslimische Frauen und Männer engagieren. Kooperationspartner 2020 ist das Projekt „überLAGERt Grüneberg“, in dem junge Erwachsene die Geschichte eines Ravensbrücker Außenlagers aufarbeiten.
Ravensbrück war von 1939 bis 1945 das zentrale Frauen-KZ des NS-Regimes. Mehr als 120.000 Frauen und Kinder aus über 30 Ländern sowie 20.000 Männer und 1.200 weibliche Jugendliche wurden dorthin verschleppt. Zu dem Lagerkomplex gehörten auch zahlreiche Außenlager, das Siemenslager und das „Jugendschutzlager“ Uckermark. Mindestens 28.000 Häftlinge wurden hier durch die Haftbedingungen umgebracht.
Leitung Zukunftswerkstatt „Interreligiöses Gedenken“ in Zusammenarbeit mit der Frauenarbeit der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und dem Frauenwerk der Nordkirche
unter Mitwirkung von Jugendlichen aus Grüneberg – Standort einer NS- Munitionsfabrik
Ort Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, Veranstaltungssaal im Garagentrakt

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Interreligiöses Gedenken zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers RavensbrückSo 19.04.202015.00

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Themen

Frauen, Gedenken, interreligiös