Konfirmandenarbeit

5000 Brote – Die Idee:
Die Konfis aller Landeskirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sind erneut eingeladen, Brote zugunsten von Kinder- und Jugendbildungsprojekten in Kumasi (Ghana), San Salvador (El Salvador) und Tirana (Albanien) zu backen. Die Bäckereibetriebe öffnen für diese Aktion ihre Backstuben. Die Konfis backen selbst Brot und gewinnen einen Einblick in einen handwerklichen Beruf. Danach werden die Brote im Rahmen eines mitgestalteten Gottesdienstes gegen eine Spende vergeben, mit der Kinder und Jugendliche in der „Einen Welt“ unterstützt werden.

Begleitend können sich die Konfis in der Konfirmandenarbeit mit Fragen rund um die Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen in anderen Teilen der Welt beschäftigen, z. B.:
• Welchen Zugang haben Kinder und Jugendliche in Lateinamerika, Asien, Afrika – aber auch anderen Teilen Europas – zu Bildung?
• Wie können Schule und Ausbildung die Lebenssituation der betroffenen Kinder und Jugendlichen verbessern?
• Welche Bedeutung hat Bildung für die Überwindung von Hunger und Armut in der Welt?
• Welche Bedeutung besitzt Brot als Grundnahrungsmittel und symbolisch als Element des letzten Abendmahls Jesu?
• Welche handwerklichen Berufe sind für eine Gesellschaft notwendig und prägend?

Dieses Projekt bietet Kirchen gemeinden und Bäckerhandwerk neue Begegnungsmöglichkeiten. Bislang konnten durch die „Aktion 5000 Brote“ über 300.000 Euro gesammelt werden. Machen Sie mit! Gebacken werden kann im gesamten Jahresverlauf, ein geeigneter Aktionszeitraum ist insbesondere zwischen Erntedank (2. Oktober) und 1. Advent (27. November) 2016.

Umsetzungsvorschläge von 5000 Brote 2016 in der EKBO
EKBO Ansprechpersonen für 5000 Brote 2016
Weitere Informationen und Material zur Aktion finden Sie unter: www.5000-brote.de


Konfirmandenarbeit
Die Konfirmandenarbeit (KA) als gemeindliches Bildungsangebot hat in der öffentlichen Wahrnehmung eine große Bedeutung. Markiert doch der Konfirmationsgottesdienst und die anschließende Familienfeier einen wichtigen biographischen Punkt. Das zeigt sich nicht zuletzt an der ungebrochenen Beliebtheit der „silbernen“ und „goldenen“ Konfirmationsjubiläen.

Empirische Studien (www.konfirmandenarbeit.eu) bescheinigen der KA einen erheblichen Erfolg: Die befragten Konfis bewerten ihre Konfirmandenzeit insgesamt positiv; vor allem die Pfarrerinnen und Pfarrer, aber auch die Teamerinnen und Teamer erhalten hohe Zufriedenheitswerte. Ebenso betonen die Konfis, dass sie durch die Konfirmandenzeit in eigenen Glaubensfragen und zu Glaubensinhalten aussagefähiger wurden.

Der Begriff Konfirmandenarbeit zeugt von einem Paradigmenwechsel: Der klassische “Unterricht“ mit kognitiver Prägung, und Konzentration auf eine Lehrperson ist weitgehend durch Formen des gemeinsamen Lernens und Lebens in methodischen Settings der außerschulischen Jugendarbeit abgelöst. Teams aus haupt- und ehrenamtlichen Akteuren gestalten die KA zusammen. Die beteiligten – meist jugendlichen – Teamerinnen und Teamer sind an vielen Orten ein elementarer Bestandteil der KA, die damit zugleich wesentliche Säule der gemeindlichen Jugendarbeit wird.

Herausforderungen für die KA bestehen aktuell in der weiteren qualitativen Entwicklung hin zu einem partizipativen und jugendgemäßen Angebot, in dem Jugendliche ihre eigenen Fragen wiederfinden und ihrem Glauben eigene Sprache verleihen und eigene Formen entwickeln können. Die Bedeutung „guter“ Erfahrungen in der KA für die spätere Einstellung zu Kirche, Glauben und Gottesdiensten sind vielfach belegt.

Sekretariat und Seminarverwaltung
Petra Ippen
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