Ökumenischer Frauengottesdienst zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen: Schrei nach Leben

Veranstaltung
25
Nov
Do 25.11.202118.00–19.00
Ökumenischer Frauengottesdienst zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen: Schrei nach Leben

Beschrei­bung

Frauen aus christlichen Verbänden und Einrichtungen in Berlin schauen in diesem Jahr zum Aktionstag gegen Gewalt an Frauen in die Kirchen. Geistlicher Missbrauch und sexualisierte Gewalt an Frauen werden in den Kirchen wenig beachtet und viele Betroffene fühlen sich allein gelassen.
Im Mittelpunkt steht die Erzählung von Tamar aus dem biblischen Buch Samuel (2 Sam 13,1-22), einer Frau, die sexualisierte Gewalt erfahren hat und die nicht schweigt – so wird es erzählt.
Das Leid der Betroffenen soll in diesem Gottesdienst vor Gott gebracht werden ohne fertige Antworten zu formulieren. Es geht darum, auf die Stimme von Betroffenen zu hören, nicht auszuweichen und auszuhalten.

Plakat_Frauengottesdienst_25-11-21

In diesem Gottesdienst wird sexualisierte Gewalt thematisiert. Das kann belastend und retraumatisierend wirken.

Vorbereitet wird der Gottesdienst von der Ökumenischen Frauengottesdienstgruppe. In ihr engagieren sich Christinnen aus der Frauenarbeit in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche e.V. und weitere christliche Frauen.

Der 25. November erinnert an die Schwestern Mirabal, die an diesem Tag im Jahr 1960 ermordet wurden. Sie hatten sich in der Dominikanischen Republik politisch gegen den damaligen Diktators Rafael Trujillo engagiert und wurden durch Militärangehörige verschleppt, gefoltert und schließlich ermordet.
Seit 1981 wird von lateinamerikanischen Feministinnen und Frauenrechtsorganisationen weltweit am 25. November die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen eingeklagt. Die Vereinten Nationen haben den Protesttag 1999 übernommen.

An vielen öffentlichen Gebäuden, z.B. an den Rathäusern der Berliner Bezirke, am Landtag und kommunalen Gebäuden Brandenburgs, werden am 25. November Fahnen gehisst als sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Auch die Organisationen der Veranstalterinnen beteiligen sich an der Fahnenaktion. In der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) hängen Fahnen an 19 Gebäuden, unter anderem am Amt für kirchliche Dienste in der Goethestr. 26-30, am Evangelischen Zentrum in der Georgenkirchstr. 69, beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (DWBO) in der Paulsenstr. 55/56 (mehr Informationen hier).

Der Gottesdienst findet unter Beachtung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln statt. Kontaktdaten der Besucher:innen werden erfasst und nach Ablauf des vorgeschriebenen Aufbewahrungszeitraums vernichtet. Wir empfehlen die Beachtung der 3-G-Regel (geimpft, genesen oder getestet). Bitte stellen Sie sich darauf ein, dass die Kirche leider nicht geheizt ist.

Weitere Informationen:
Ökumenisches Frauenzentrum Evas Arche e.V.
Anne Borucki-Voß, theologische Referentin
Große Hamburger Str. 28
10115 Berlin
Tel.: 030 – 280 96 727

Ziel­gruppe

alle Interessierten

Ort

Katholische Kirche St. Michael
Waldemarstraße 8-10
10999 Berlin Karte anzeigen