Purity Culture: Von Keuschheitsvorstellungen und Jungfräulichkeitsmythen

Fortbildung
28
Apr.
Belegt/Warteliste
Di. 28.04.20269:30–15:30Termin merken
Purity Culture: Von Keuschheitsvorstellungen und Jungfräulichkeitsmythen

Beschrei­bung

Teil 6 der „Let’s talk about sex“-Reihe.

Vielleicht kennen Sie das aus Ihrem Berufsalltag: Jugendliche vergleichen Körperbilder oder orientieren sich daran, wie „richtige“ Weiblichkeit oder Männlichkeit aussehen soll. Gleichzeitig kursieren immer noch viele Mythen – etwa darüber, was Jungfräulichkeit bedeutet oder auch Vorstellungen von Keuschheit. Was dabei oft unterschätzt wird: Diese Vorstellungen sind für viele Jugendliche hoch relevant und sie begegnen ihnen täglich. Über Social Media, Peergroups und gesellschaftliche Debatten und prägen ihr Selbstbild, ihr Schamempfinden und ihre Vorstellungen von Beziehungen. Wir merken auch in der Praxis, dass stereotype und konservative Rollenbilder derzeit wieder stärker werden und den Umgang miteinander prägen.

Schon einmal was von „Purity Culture“ gehört? Vielleicht nicht unter diesem Namen – begegnet ist sie Ihnen vermutlich trotzdem. Gemeint ist eine moralische Bewertung von Körper, Beziehungen und Sexualität, die sich in vielen dieser Vorstellungen widerspiegelt. Die Fortbildung geht der Frage nach, wie solche Normen und Ideale entstehen, warum sie so wirksam sind und wie sie das Aufwachsen junger Menschen beeinflussen. Gleichzeitig richtet sie den Blick auf die pädagogische Praxis: Wie können Fachkräfte diese Dynamiken erkennen, einordnen und Jugendliche darin unterstützen, eigene Positionen zu entwickeln?

Anhand praxisnaher Methoden setzen wir uns mit folgenden Fragen auseinander:

  • Welche Botschaften über Purity Culture transportieren Social-Media-Inhalte und wie prägen sie Selbstbild und Normvorstellungen?
  • Wie lassen sich traditionelle Geschlechterrollen aufbrechen und welche Bedeutung hat „Jungfräulichkeit“ für Jugendliche heute?
  • Wie kann Konsens als zentraler Maßstab für gelingende, respektvolle Sexualität vermittelt werden?
  • Was haben Kleidungsregeln in der Schule mit Reinheitsvorstellungen zu tun?
  • Welche Mythen über Körper und Sexualität gibt es und wie können diese abgebaut werden?
  • Wie können Jugendliche darin unterstützt werden, eigene Grenzen wahrzunehmen, zu kommunizieren und zu respektieren?

Die Fortbildung bietet zahlreiche Methoden, Materialien und Literaturhinweise, die sich direkt in Schule und kirchlicher Bildungsarbeit einsetzen lassen

Hier geht’s zum Flyer

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem Erzbistum Berlin. Wenn Sie Mitarbeiter:in im Erzbistum Berlin sind, klicken Sie bei der Anmeldung bitte „ja“ bei „Arbeiten Sie beim Erzbistum Berlin?“.

Ziel­gruppe

Religionslehrkräfte, Mitarbeitende Erzbistum Berlin, Lehrkräfte der EKBO Schulstiftung, Gemeindepädagog:innen, Studierende, Interessierte

Leitung

Paula Nowak (AKD Studienleitung), Johanna Jungbluth (Referentin Sexualpädagogik und Prävention von sexualisierter Gewalt im Erzbistum Berlin)

Ort

AKD-Tagungshaus
Goethestraße 27
10625 Berlin

Kosten

kostenfrei

Kontakt

Amt für kirchliche Dienste (AKD)
Goethestraße 27/30 | 10625 Berlin

Melanie Gerónimo, Sekretariat Religionspädagogik
+49 30 3191 278|+49 151 4238 6448|m.geronimo@akd-ekbo.de