Leben in Vielfalt/Diversity Education

Vielfalt

Wenn Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen, Erwartungen und Hoffnungen für die Zukunft zusammenleben und -arbeiten, leben und arbeiten sie “in Vielfalt”. Vielfalt hat eine individuelle Dimension (“jeder Mensch ist einzigartig”), aber auch eine soziale (“wir, andere und wieder andere”).

Projektziele

Aktive in der EKBO sollen darin unterstützt werden, Vielfalt in ihren jeweiligen Arbeitszusammenhängen wahrzunehmen und aktiv zu gestalten. Dazu gehört es,

  • relevante Gruppen und Kategorien von “uns” und “anderen” zu erkennen und einzubeziehen,
  • das Verhältnis dieser Gruppen und Kategorien aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten
  • Veränderungsbedarf (gegenseitige Unkenntnis, Ungleichheit, Diskriminierung und Gewalt) zu benennen und
  • auf ein gewaltfreies, gleichberechtigtes Leben und Arbeiten in Vielfalt und wechselseitiges Lernen hinzuarbeiten.

Hierfür entwickelt das Projekt Bildungsangebote und -strategien für Akteure in unterschiedlichen kirchlichen Praxisfeldern, bietet Beratung und Gelegenheiten für Vernetzung, innerkirchlich und in die Zivilgesellschaft. 

Projektaktivitäten:

Schwerpunkt Gender

Ist-Analyse Vielfalt in der EKBO für die Entwicklung von Bildungsangeboten für Gemeinden

  • Feldstudie “Gemeinwesenorientierte Gemeindearbeit” im Kirchenkreis Prignitz 
  • Feldstudie “Vielfaltsprofile”

Bildungsangebote Vielfalt:

Angebote „auf Abruf“

Kirchliche Multiplikator*innen (beruflich oder ehrenamtlich) können die unten aufgeführten Module anfragen, z.B. für eine Gemeinde- oder Kreiskirchenratssitzung, einen Mitarbeitenden- oder Pfarrkonvent, eine Klausurtagung von Multiplikator*innen in der Jugend-, Frauen- oder Männerarbeit o.Ä.. Für Inputs reicht i.d.R. eine Absprache per Email oder Telefon. Für Workshops ist ein Vorgespräch zur Klärung der Zielvorstellungen und Rahmenbedingungen (zeitlicher Umfang, Ort, Teilnehmende, Vorkenntnisse und Bedarf) nötig. Auf Wunsch kann die Vorbereitung gemeinsam erfolgen, für eine bessere Anpassung an besondere Bedürfnisse.

Geschlechterbewusst engagiert (Workshop)

Der Workshop richtet sich an Multiplikator*innen-Gruppen, die diskutieren wollen, was eigentlich „geschlechterbewusstes Handeln“ in ihrem Arbeitsfeld bedeuten könnte. Je nach Arbeitsfeld, Bedarf und Vorkenntnissen kann der Schwerpunkt z.B. auf traditionellen Geschlechterbildern in der beruflichen oder ehrenamtlichen Arbeitsteilung oder auf der Vielfalt von Geschlechtsidentitäten oder Lebensformen liegen. Unterschiedliche Mischungen von Theorie (was heißt Gender, und wieso ist es wichtig?) und Praxis (wie plane ich einen Workshop geschlechterbewusst?) sind möglich.

(Weitere Angebote zu Gender-Themen hier und bei der AKD-Frauenarbeit.)

Diversity-Teaser (Input/Workshop)

Gremien und Gruppen von Multiplikator*innen können eine Einführung mit Diskussion ihrer Diversity-Interessen in geschlossener Runde anfragen. Alternativ können sie ihre Diversity-Interessen in einem Workshop, mit mehr Zeit und Methodenvielfalt erarbeiten.

Anti-Diskriminierung (Input/Workshop)

Anti-Diskriminierungsansätze fordern und fördern soziale Gerechtigkeit unter Bedingungen von gesellschaftlicher Vielfalt. Der Input vermittelt grundlegende Informationen zur Geschichte von Anti-Diskriminierungsansätzen, zur derzeitigen rechtlichen Lage, gängigen Begrifflichkeiten und zu aktuellen Versuchen, dem Ansatz seine Berechtigung abzusprechen. Im Workshop-Format gehen wir dem Entstehen von Diskriminierungsprozessen im Umfeld der Teilnehmenden nach und diskutieren Möglichkeiten ihrer Veränderung.

5x3h Konflikttransformation (Kurz-Workshop-Reihe) 

Die mehrwöchige Reihe richtet sich an Gruppen von Multiplikator*innen, die sich gemeinsam mit Konflikten als Chance für die Veränderung von ungerechten, gewalt-haltigen Beziehungen beschäftigen wollen. Zunächst werden die Ziele, Strategien und Grundannahmen von Konflikttransformation als einem unter mehreren Ansätzen im Bereich der Friedens- und Konfliktarbeit eingeführt (Sitzung 1) und unterschiedliche Zugänge zu Konflikten behandelt (Sitzung 2). Verschiedene Typen von Konfliktanalysen werden geübt (Sitzung 3). Es folgt eine Einführung in Dialog als eine Möglichkeit der Intervention in Konflikte (Sitzung 4). Die letzte Sitzung dient der Rückschau und Erarbeitung individueller Pläne für ein konfliktsensibles kirchliches Engagement.

Diversity für GKRs (Workshop)

Anhand von zwei verschiedenen Ansätzen zur Förderung von Vielfalt – dem „funktionalen“ oder „Gaben-orientierten“ und dem  „paritätischen“ – diskutieren wir Zielvorstellungen von einer vielfältigen Gremienkultur und Strategien zu ihrer mittelfristigen Umsetzung mit interessierten GKRs. Je nach Wunsch kann der Workshop für einen GKR oder für Vertreter mehrerer GKRs, zum Beispiel innerhalb eines Kirchenkreises angeboten werden.


Kontakt

Dr. Katharina Schneider, Studienleiterin für Gender und Diversität
Telefon 030 3191-266
E-Mail k.schneider@akd-ekbo.de