Empfehlungen für die Arbeit mit Kindern, Konfi-Arbeit und Jugendarbeit in der EKBO zum Umgang mit der Corona-Pandemie

Aktualisiert am 19. April 2021

Ein Jahr Corona-Pandemie – digitales Arbeiten und Kontaktbeschränkungen bleiben – Mutationen, aber auch Impfungen und erweiterte Testmöglichkeiten kommen dazu.

Die Corona-Pandemie beschäftigt uns nun schon seit einem Jahr. Das ist eine echte Herausforderung für Kindern und Jugendliche. So ist es umso wichtiger, dass Mitarbeiter*innen der Arbeit mit Kindern, der Konfi-Arbeit und der Jugendarbeit in der EKBO auch in diesen schwierigen Zeiten verlässliche Ansprechpartner*innen für Kinder, Jugendliche und deren Familien sowie für ehrenamtlich Tätige bleiben. Der besonderen Verantwortung, dass unsere Angebote das Infektionsgeschehen nicht beschleunigen dürfen, sondern dass wir zur Unterbrechung beitragen wollen, sind sich die Akteure – wir alle – bewusst.

Die gesetzlichen Bestimmungen des Bundes bzw. der Bundesländer lassen nun unterschiedliche Angebotsformaten zu. Dennoch gilt noch immer: Nicht alles was erlaubt ist, ist auch sinnvoll.

Es bewegt uns die Frage: Wie können unsere Angebote sicher gestaltet werden? Wir empfehlen:

Grundsätzlich

  • Grundsätzlich stellen wir uns immer wieder die Frage, welche Formate sinnvoll sind, auch unabhängig von Neuinfektionsraten von 35, 50 oder mehr Menschen pro 100.000 Einwohner*innen in einem Landkreis oder Bezirk.
  • Angebote finden weiterhin vorwiegend digital statt. Auch kreative oder „sinnliche“ Angebote, die in der „analogen Welt“ kontaktarm stattfinden können, oder die keiner oder kaum einer Gleichzeitigkeit von Menschen an einem Ort erfordern, werden ausdrücklich empfohlen.
  • Wir sind weiter gefordert, die nun bewährten, neuen, oft digitalen oder kontaktarmen Formate als selbstverständlichen Teil unserer Arbeit zu etablieren.
  • Wir wählen die Formate unserer Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sowie für die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen mit einer hohen Eigenverantwortung und in enger Abstimmung mit den jeweiligen Leitungsgremien und Entscheidungsträger*innen und unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus 2020 aus.
  • Wir haben weiterhin die aktuellen Bestimmungen der Bundesländer, Landkreise und Bezirke im Blick. Trotzdem müssen die zuständigen Mitarbeitenden täglich die Zahlen und Vorgaben bei jeweiligen kommunalen Behörden überprüfen.

Regelmäßige Gruppenangebote

Für Brandenburg gilt: Jugendarbeit nach SGB VIII §11 und §12 ist bis zum vollendeten 18. Lebensjahr möglich.

Für Berlin gilt: Es sind Gruppenzusammenkünfte mit bis zu 5 Personen in geschlossenen Räumen und bis zu 10 Personen pro 250 m² im Freien möglich.

Für Sachsen gilt: Untersagt sind die Öffnung und der Betrieb von Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugenderholung gemäß §11 Absatz 3 Nummer 5 des Achten Sozialgesetzbuches. (Laut §4 Abs. 2 Pkt. 14 der Corona-Schutz-Verordnung in Sachsen)

Es sind jeweils Hygienestandards und -konzepte zu beachten.

  • Regelmäßige Gruppenangebote gehören an vielen Stellen zu unserem Kerngeschäft und verschaffen in unruhigen Zeiten eine gewisse Sicherheit.
  • Gruppen sind klein und in ihrer Zusammensetzung konstant zu halten.
  • Es ist zu prüfen, ob diese digital oder hybrid stattfinden können.
  • Angebote mit physischer Präsenz sollten vorwiegend im Freien oder in ausreichend großen Räumen mit guten Möglichkeiten der Durchlüftung geplant werden.
  • Es ist zu prüfen, ob CO2-Messgeräte verwendet werden sollten. So kann die Luftqualität objektiver eingeschätzt werden.
  • Der uns mittlerweile vertraute Standard (Hygienekonzept, Teilnehmendenlisten, Desinfektion usw.) ist weiter einzuhalten.
  • Die neuen Möglichkeiten der Schnell- und Selbsttests beobachten wir und integrieren sie in unsere Empfehlungen und die unsere Konzepte für die Gruppenangebote. Zudem nehmen wir besonders regelmäßige Testung von Mitarbeiter*innen in den Blick.

Reisen, Fahrten, Rüstzeiten

In Brandenburg sind Bildungsmaßnahmen als Tagesveranstaltungen und unter Umständen mit Übernachtungen in Jugendbildungsstätten für Personen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres möglich. Feriencamps sind nicht möglich. In Berlin und Sachsen sind Fahrten weiter untersagt.

  • Unsere Arbeit lebt von den Erfahrungen auf Reisen, Fahrten und Rüstzeiten. Erlebnisse in der Gruppe, soziales Miteinander und Begleitung von jungen Menschen geschehen dort besonders intensiv und nachhaltig.
  • Dem gegenüber steht der allgemeine Aufruf (auch des RKI) Kontakte zu verringern. Daher empfehlen wir aktuell, Reisen, Fahrten und Rüstzeiten nicht stattfinden zu lassen und dafür auf kurzweilige, wenn möglich digitale oder hybride Angebote in der Region zu setzen. Auch mehrtägige Tagesveranstaltungen können eine Alternative sein.
  • Für den Fall, dass eine Entscheidung aus guten Gründen unter Berücksichtigung der Begebenheiten zugunsten einer Maßnahme mit Übernachtung ausfällt, empfehlen wir sehr, die Gruppengrößen klein zuhalten sowie nur Einzel- bzw. bei ausreichender Größe und Lüftungsmöglichkeit Doppelzimmer zu belegen. Zudem empfehlen wir vorzugsweise offizielle Jugendbildungsstätten zu nutzen. Diese arbeiten mit einem speziell auf ihre Einrichtung abgestimmtes Hygienekonzept und stehen für deren Umsetzung ein. Zudem sind sie als besondere Orte der Kinder- und Jugendbildung bei den Ministerien besonders im Blick und es wird durch diese im Gespräch mit den Jugendbildungsstätten kontinuierlich nachgesteuert.

Wir wissen aus Erfahrung, dass unterschiedlichen Bedingungen stetiges Ausprobieren und unterschiedliche Ansätze erfordern. Die Begegnung mit Kindern und Jugendlichen verändert sich und daran sollten wir anknüpfen. Wenn Sie sich dazu austauschen wollen, andere Fragen und Bedarfe haben oder sich Beratung wünschen, stehen Ihnen die Studienleitenden im Arbeitsbereich Arbeit mit Kindern, Konfirmand*innenarbeit und Jugendarbeit gern zur Verfügung:

Frank Feuerschütz, Studienleiter für Jugendarbeit, Schwerpunkt Beratung und Begleitung in den Kirchenkreisen
+49 30 3191 141|+49 151 2058 7836|f.feuerschuetz@akd-ekbo.de

Michael Frenzel, Studienleiter für sozialdiakonische Jugendarbeit
+49 30 3191 181|+49 151 2102 7744|m.frenzel@akd-ekbo.de

Jeremias Treu, Studienleiter für Konfi-Arbeit und Männerarbeit
+49 30 3191 276|+49 151 2107 8676|j.treu@akd-ekbo.de

Silke Hansen, Studienleiterin für Jugendarbeit
+49 30 3191 132|+49 151 2102 7916|s.hansen@akd-ekbo.de

Heinrich Oehme, Studienleiter für Jugendverbandsarbeit sowie Kinder- und Jugendpolitik
+49 30 3191 191|+49 151 6284 2954|h.oehme@akd-ekbo.de