„Ein Christus nach dem Leben…“ Jüdische Spuren in christlichen Kunstwerken

Datum: 29.09.16

1648 malte Rembrandt van Rijn seinen „Christus nach dem Leben“ – ein Christusporträt, für das sich Rembrandt erstmals eines jüdischen Modells bediente. Es ist strittig, ob sich mit diesem Kunstgriff eine Wende in Rembrandts Haltung gegenüber dem Judentum andeutet, das er zuvor eher stereotyp dargestellt hatte. Sicher ist allerdings, dass er den Juden Jesus von Nazareth in seiner ganzen Menschlichkeit, also „nach dem Leben“ darstellte – und dabei plastisch vor Augen führt, wie subtil und vielsagend die malerische Rezeption des Judentums in christlichen Kunstwerken sein kann. – Auf welche Weise begegnet uns das Judentum in christlichen Kunstwerken? Welche Attribute, Typologien und Symbole werden aufgerufen? Wie erscheint die Welt des jüdischen Glaubens im Blick christlicher Maler_innen und christlicher Bildbetrachter_innen? Und was bedeutet dies für das Verhältnis von Juden- und Christentum? – Wir begeben uns auf die Suche in der Berliner Gemäldegalerie und werden dabei von Expertinnen und Experten aus Theologie, Judaistik und Kunstwissenschaft begleitet.

Kompetenzen: Anhand konkreter Beispiele werden Möglichkeiten der Erschließung von Kunstwerken entwickelt: im schulischen Religionsunterricht oder bei einer Exkursion in die Gemäldegalerie, im Konfirmandenunterricht oder anderen Feldern kirchlicher Arbeit.

Der Lerntag ist eine Kooperation zwischen dem Amt für Kirchliche Dienste, dem landeskirchlichen Arbeitskreises Christen und Juden und der Stiftung St. Matthäus, Kulturstiftung der EKBO.

Im Anschluss besteht von 18.00-19.00 Uhr die Möglichkeit zur Teilnahme an der Christlichen Bildbetrachtung zu Govert Flicks „Verstoßung der Hagar“. Referent_innen im Dialog: Dr. Brigit Blass-Simmen, Kunsthistorikerin, Berlin und Christhard-Georg Neubert, Pfr., Stiftung St. Matthäus.

Flyer Lerntag Gemäldegalerie

Leitung: Stephan Philipp (Pfr., AKD) und Hannes Langbein (Pfr., Kulturstiftung St. Matthäus)

Referent_innen: Prof. Almut Bruckstein (Jüdische Religionsphilosophin), Thomas R. Hoffmann (Kunsthistoriker, Gemäldegalerie zu Berlin)

Zielgruppe: RU alle

Termin: Donnerstag, 29.09.2016, 14.00 – 17.30 Uhr

Veranstaltungsort: Gemäldegalerie, Kulturforum –  Matthäikirchplatz 6, 10785 Berlin

Kontakt und Anmeldung:
Amt für kirchliche Dienste
Religionspädagogik
Goethestr. 26-30
10625 Berlin
Telefon 030 / 31 91 – 278
Fax 030 / 31 91 – 200
E-Mail religionspaedagogik@akd-ekbo.de

Anmeldung bis zum 15.09.2016

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